Arolsen - Neues Schloss

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Das Neue Schloss in Arolsen entstand als Witwensitz (für Fürstin Christiane) mit Rokoko-Innenausstattung in den Jahren 1764 bis 1778 nach den Plänen von Franz Friedrich Rothweil und erfuhr Mitte des 19. Jahrhunderts Umgestaltungen nach Plänen von Wilhelm Braß im Stil des Klassizismus.

Nach dem Wiederaufbau (nach einem Brand) und Erweiterung wurde das Gebäude zunächst als Hotel, dann als Klinik genutzt.

Baumpark

Unter der Regie Fürstin Christiane richtete Hofgärtner Welle den fürstlichen Garten ein, der sich vom Marstall bis zum Königsberg erstreckte. Der Baumpark (früher Schlosspark “Boskett”) wurde nach Abschluss der Bauarbeiten am Neuen Schloss angelegt und vielseitig bepflanzt, vor allem mit exotischen Nadelbäumen.

Interessant war die Gestaltung: Denn der Garten war am Hang in Terrassen angelegt. Was nicht verwundert, wenn man die Geschichte des Hofgärtners kennt. Denn Welle war zuvor Hofgärtner Friedrichs des Großen und somit an der Gestaltung des Schlossparks von Sanssouci beteiligt.

Bereits in einer Reisebeschreibung aus dem Jahre 1785 wird “der Fürstin Garten”, an den sich südlich ein großer terrassenförmiger Gemüse- und Obstgarten anschloss, als besondere Schönheit beschrieben.

Zu dieser Zeit war die Anlage allerdings nicht zugänglich. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg kletterten Arolser Kinder über den Zaun, wenn sie in dem weiträumigen Gelände spielen wollten.

Die Grabstelle von Fürstin Christiane ist im Baumpark am Neuen Schloss, der heutigen Tinnitusklinik.

Heilquelle

In 1972/ 73 wurde im Schlosspark in einer Tiefe von etwa 400 m die Heilquelle “Schloßbrunnen” – ein Calzium-Magnesium-Sulfat-Wasser – erbohrt.

siehe auch

Weblinks