Ariane Friedrich

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Ariane Friedrich im Jahr 2012.
Ariane Friedrich, geboren am 10. Januar 1984 im thüringischen Nordhausen, ist eine international bekannte Hochspringerin. Sie ist im nordhessischen St. Ottilien aufgewachsen.

Familie

Ariane Friedrich ist die älteste Tochter des Ehepaares Astrid und Wolfgang Friedrich. Die Sportlerin hat zwei jüngere Geschwister. Nach der Wende siedelte die Familie nach Helsa über.

Sportliche Karriere

Ariane Friedrich bei den Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften in Karlsruhe 2012

1998 begann sie mit der Leichtathletik. Sie sprang als 14-Jährige 1,62 Meter, gewann 2003 mit 1,88 Metern die Junioren-EM. Dreimal wurde sie Deutsche Meisterin. Seit dem Istaf in Berlin am 14. Juni 2007 war sie mit 2,06 Metern deutsche Rekordhalterin, bei der Hallen-EM holte sie den Titel. 2008 nahm sie an den Olympischen Spielen in Peking teil und landete auf dem siebten Platz beim Hochsprung. 2009 gewann sie die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Berlin mit dem deutschen Rekord von 2,06 Metern. Im Jahr 2010 holte sie EM-Bronze in Barcelona. Im Dezember desselben Jahres riss sie sich die Achillesehne und musste ein Jahr lang pausieren. 2012 stieg Friedrich wieder ins aktive Hochsprungtraining ein, mit dem Ziel, sich schnellstmöglich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Doch nach ihrem Verletzungspech der Vorsaison konnte Friedrich nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Zweimal gelang es, die B-Norm von 1,92 Meter zu überspringen. Die A-Norm von 1,95 Metern knackte sie nicht. Die letzte Chance zur Qualifikation, die Europameisterschaft in Helsinki, musste sie zudem wegen Magenproblemen absagen. Der Deutsche Leichtahtletik Verband (DLV) hatte ein Einsehen mit der Athletin und verlieh ihr eine "Wildcard", die sie berechtigte, trotz unerreichter Norm, in London an den Start zu gehen.

Friedrich wird trainiert von Günter Eisinger.

Zu ihren Sponsoren gehören Firmen wie Nike und KACO new energy.

Beruf

Friedrich ist hessische Polizeikommissarin.

Privates

Friedrich hat zwei Tattoos. Zuerst ließ sie sich die Olympischen Ringe im September 2008 unter dem Herzen stechen. 2009 folgte im unteren Rücken-Breich ein angreifender Tiger.

Facebook-Affäre

Zu einem Skandal entwickelte sich die "Facebook-Affäre" im Jahr 2012. Ein Fan hatte ihr Fotos seines Geschlechtsorgans per Mail zugeschickt. Neben einer Anzeige veröffentlichte sie auf ihrer Facebook-Seite den Namen und Wohnort des Mannes und kommentierte: „NEIN HERR (...), ich möchte weder Ihr Geschlechtsteil noch die Geschlechtsteile anderer Fans sehen.“ Und weiter: „Ich wurde in der Vergangenheit beleidigt, sexuell belästigt, und einen Stalker hatte ich auch schon. Es ist Zeit zu handeln, es ist Zeit, mich zu wehren.“ Den Schritt hatte sie mit Trainer Eisinger abgesprochen.[1] Die Reaktionen auf die Veröffentlichung fielen sehr unterschiedlich aus. Einerseits erhielt sie viel Verständnis. Andererseits wurde ihr Schritt kritisiert, da sie in ihrer Funktion als Polizeikomissarin anders hätte handeln müssen und den Mann durch die Veröffentlichung bloßgestellt hätte.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. FR-Online Artikel zur Ariane Friedrich