Arbeiter-Turn- und Sportbund

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Der Arbeiter – Turn- und Sportbund (ATSB) war bis zum Jahr 1933 der Dachverband der Arbeitersportvereine in Deutschland.

Arbeiterturn- und –sportvereine waren als Gegenbewegung zur nationalistischen Deutschen Turnerschaft Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Als Zentralverband dieser Vereine wurde 1893 in Gera der Arbeiter-Turnerbund (ATB) gegründet, der sich 1919 in Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) umbenannte.

Langjähriger Vorsitzender des ATSB-Kreises Kurhessen – Südhannover war in den Jahren 1906 - 1919 Cornelius Gellert aus Kassel, der Ostern 1919 zum Vorsitzenden des ATSB gewählt wurde, was er bis zum Jahr 1933 blieb. Dies machte seinen Umzug von Kassel nach Leipzig erforderlich. Für die SPD im Wahlkreis Leipzig war er Mitglied im Reichstag von September 1930 bis Juli 1932 und von November 1932 bis März 1933. Der ATSB wurde als eine der SPD nahestehende Sportvereinigung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 verboten.

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