Altstädter Kirchplatz (Hofgeismar)

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Am Altstädter Kirchplatz

Der Altstädter Kirchplatz in Hofgeismar rund um die Altstädter Kirche hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhebliche bauliche Veränderungen erfahren. Im Nordwesten des Platzes - in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Franziskanerkirche aus dem 13. Jahrhundert - lag der "Spiegelhof" und die von Spiegel´sche Scheune (auch als ehemalige Zehntscheune bekannt), die Ende der 1920-er Jahre durch den Bau des damals neu errichteten Finanzamts ersetzt wurden.

Erhaltene und verschwundene Gebäude

Die „Steuereinnahme-Tradition“ in Hofgeismar geht zurück auf eine Zehntscheune aus dem frühen 17. Jahrhundert. Daran erinnern zwei in das Mauerwerk des heutigen Finanzamts eingearbeitete Steine. Beim Abbruch im Jahre 1927 fand sich ein Stein mit der Inschrift HSvD 1607, also mit einem Hinweis auf den ehemaligen Eigentümer Hans Spiegel zu Desenberg aus dem Jahre 1607. Der zweite Stein zeigt das Wappen der ehemaligen Eigentümerfamilie „Spiegel“. [1]

Das heutige Finanzamts-Gebäude entstand in den Jahren 1929/30 und wurde am 9.11.1930 seiner Bestimmung übergeben. [2]

Schräg gegenüber des Finanzamts liegt ein bis heute erhaltenes Gebäude, in dem bis in die 1970-er Jahre hinein das Bürgermeisteramt der Stadt untergebracht war, bevor die Stadtverwaltung in das restaurierte Rathaus zog.

Zum Dekanatsgebäude hin liegen einige Bürgerhäuser, die hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind.

Das Dekanatsgebäude befindet sich gegenüber dem Seitenportal der Altstädter Kirche und stammt in seinem Kern aus dem 14. Jahrhundert. Offenbar wurde die im Jahre 1329 gestiftete Martinskapelle im 16. Jahrhundert in ein repräsentatives zweistöckiges Wohngebäude mit einbezogen, das dann nach der Reformation in Hessen als Gebäude des evangelischen Dekanats diente.

Verschwunden sind die Reithalle der ehemals in Hofgeismar stationierten Dragoner und - wie eingangs schon vermerkt - die Zehntscheune derer von Spiegel, die dem heutigen Finanzamt weichen musste.

Fotogalerie

siehe auch

Skulpturen an der Altstädter Kirche

Skulpturen an der Altstädter Kirche

Vor der Altstädter Kirche stehen auf dem Kirchplatz zwei originalgetreue Nachbildungen von Skulpturen aus der Zeit von Landgraf Friedrich II..

Der Landgraf hatte die von den Gebrüdern Hayd geschaffenen Kunstwerke im Jahre 1779 gestiftet.

Die Inschrift auf einer der beiden Skulpturen erklärt: „Die Skulpturen weisen auf die gemeinsamen geistigen Grundlagen der europäischen Völker hin – die Kultur der Antike und das Christentum“.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Helmut Burmester, Klaus-Peter Lange, Alt-Hofgeismar, Hofgeismar 1979, S. 14 f.
  2. Finanzamt Hofgeismar auf http://verwaltung.hessen.de

Weblinks