Altenburg- und Stadtmuseum Niedenstein

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Blick vom Hessenturm auf Niedenstein

Schwerpunkte des Altenburg- und Stadtmuseum Niedenstein (Obertor 5) in Niedenstein sind die Altenburg bei Niedenstein, eine Ausstellung zur Stadtgeschichte von Niedenstein sowie die Geschichte der Niedensteiner Juden. Spätestens seit dem Jahre 1822 gab es in Niedenstein eine jüdische Synagoge und ab 1832 einen jüdischen Friedhof.

Geschichte

Aus den Anfängen der Stadtgeschichte

Niedenstein wurde erstmals im Jahr 1254 als "Nydensteyne" urkundlich erwähnt. Konrad von Elben erwähnt in einer Urkunde "castro" und "oppido" zu Niedenstein, wobei er ersteres als seine Burg bezeichnet. Die Burg wurde auf dem Niedensteiner Kopf errichtet, die Stadt talwärts an dessen Westhang. Im Auftrag der Herzogin Sophie von Brabant, der Mutter des ersten hessischen Landgrafen Heinrich I., gründet Konrad von Elben somit Stadt und Burg Niedenstein. Es folgte zur Befestigung der Stadt eine Ummauerung mit drei Stadttoren.

1322 wird Niedenstein von Landgraf Otto I. und seinem Sohn Heinrich als ihre Stadt bezeichnet. 1343 wird erstmals ein Stadtsiegel, 1366 ein Bürgermeister und sechs Ratsleute erwähnt. Bis 1377 war Niedenstein ein eigenes Amt, danach gehört die Stadt zum Amt Gudensberg. Bereits 1386 wird Burg Niedenstein als zerstört erwähnt, vermutlich war sie im Streit der Landgrafen mit dem Mainzer Erzbischof Adolf I. von Nassau zerstört worden.

Eco-Pfad Archäologie Altenburg und Falkenstein

Der "Eco-Pfad Archäologie Altenburg und Falkenstein" führt als Rundweg um die Altenburg, eine der bedeutendsten frühgeschichtlichen Siedlungsstätten der Kelten und Germanen und ein Ort hochwertiger archäologischer Funde.

Literatur

  • Karl E. Demandt, Bevölkerungs- und Sozialgeschichte der jüdischen Gemeinde Niedenstein 1653-1866, Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, Wiesbaden 1980


Neues Museum entsteht in Niedenstein

Artikel in HNA-online vom 26.10.10

Niedenstein. Niedenstein bekommt ein neues Museum. Nachdem das Raiffeisengebäude zum Jugendzentrum umgebaut worden ist, mussten für den ehemaligen Altenburgraum im Dachgeschoss dieses Gebäudes neue Räumlichkeiten gefunden werden.

Im Zuge der Dorferneuerung boten sich Räume des ehemaligen Postamtes im Zentrum der Altstadt an. Unter dem Dach des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins bildete sich eine Arbeitsgruppe, die nun nach jahrelanger Vorbereitungsarbeit stolz auf das Ergebnis blickt. Elvira Friedrich, die Kulturreferentin des Vereins, hatte die Leitung übernommen. Die wissenschaftliche Begleitung übernahm der Archäologe Dr.Thilo Warnecke aus Kassel, der auch den archäologischen Ecopfad auf der Altenburg betreute.

Konzentration auf drei Schwerpunkte
Das Niedensteiner Museum unterscheide sich deutlich von den hervorragenden Heimatmuseen in Kirchberg, Metze und Wichdorf, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. In Niedenstein seien keine Arbeitsgeräte oder Einrichtungen aus den vergangenen Jahrzehnten zu sehen. Man habe sich auf drei Schwerpunkte konzentriert: die Altenburg, das Schicksal der Niedensteiner Juden und die Stadtgeschichte.

Das Landesmuseum in Kassel hat einige Fundstücke von den Ausgrabungen auf der Altenburg als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Zwei große Modelle zeigen die Niedensteiner Altstadt vor und nach der Sanierung in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.


siehe auch

Evangelische Kirche in Niedenstein

Weblinks



Stadtteile der Stadt Niedenstein
WappenNiedenstein.jpg

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