Vöhler Synagoge

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Die Synagoge in Vöhl

Die Vöhler Synagoge war religiöses, aber auch politisches Zentrum einer Gemeinde, die ehemals aus Juden in Vöhl, Basdorf, Marienhagen und Ober-Werba bestand.

Die Synagoge wurde 1827 erbaut und bis 1936 genutzt. Im Jahre 2006 wurde der unzerstörte Sakralbau vom Förderverein Synagoge restauriert (Mittelgasse 9).

Geschichte

Man weiß nicht genau, seit wann es in Vöhl und seinen Nachbardörfern Juden gab. Das älteste diesbezügliche Dokument stammt aus dem Jahr 1682. Damals wurde die Kirche in Marienhagen renoviert, und eine Rechnung weist aus, dass man einige Pfund Eisen beim "Juden in Vöhl" gekauft hatte. Es hat aber sicherlich nicht nur diesen einen Juden gegeben, denn bereits 1705 waren 8 Häuser in Vöhl im Besitz von Juden.

Die Zahl der Juden hat im 18. Jahrhundert weiter zugenommen. Um 1840 waren es dann ungefähr 140 Juden, die in Vöhl lebten. Bereits 1827 waren sie selbstbewusst genug, eine Synagoge zu bauen. [1]

Im August 1938 - die Gemeinde war auf exakt 13 Personen zusammen geschmolzen - verkaufte die jüdische Gemeinde das Gebäude an einen gerade in Vöhl zugezogenen Postwagenfahrer.

Mahnmal im Garten

Mahnmal im Garten der ehemaligen Synagoge: "Die Rampe".

Seit 2007 steht im Garten der ehemaligen Synagoge das Mahnmal Künstlerin Eva Renée Nele Bode: "Die Rampe". Am 7. September 1942 war am Kasseler Bahnhof der dritte und letzte große Transport mit 753 nordhessischen Juden in die Vernichtungslager gestartet. Auch 70 Juden aus den Kreisen Waldeck und Frankenberg waren darunter.

siehe auch

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Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Artikel zur Synagoge in Vöhl in der HNA vom 6.10.2011

Weblinks