Alte Landesschule Korbach

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Alte Landesschule Korbach blickt als allgemeinbildendes Gymnasium seit 1579 auf eine mehr als 425-jährige Geschichte zurück.

Das Gymnasium in Korbach gehört damit zu den ältesten Schulen in Hessen.

„Wo einst der Mönch in frommer Pflicht sich barg in Klostermauern, erstrahlte neu der Schule Licht, die Zeit zu überdauern. ... Vom Kloster drang als heller Schein Humanität ins Land hinein, weit über Waldecks Grenzen,“ heißt es in einem Schullied der ALS aus den 1950er Jahren.

Nachdem die Waldecker Grafen im Jahre 1579 das zehn Jahre zuvor von den letzten Mönchen geräumte Korbacher Kloster in eine Landesschule umgewandelt hatten, entstand dort eine Lehranstalt, die sich zunehmend einen guten Ruf erwarb, wobei die klassische, humanistische Bildung und die Sprachen Latein und Griechisch im Vordergrund standen.

Geschichte

Das längs der Straße stehende Gebäude, in dem Generationen von Korbacher und auswärtigen Schülerinnen und Schülern ihre gymnasiale Ausbildung erfuhren, wurde 1770 bis 1774 auf dem Grund des ehemaligen Franziskanerklosters errichtet.

Wo die Klosterstraße in einer scharfen Rechtskurve nach Osten hin zur Tränkestraße abbiegt, steht links ein langgestrecktes, zweigeschossiges Gebäude, unverkennbar ein bedeutendes Bauwerk. Es beherbergt heute die Kreisvolkshochschule und eine Außenstelle der Beruflichen Schulen in Korbach.

Die alten Korbacher sprechen aber immer noch vom „Gymnasium” oder von der „Klosterschule”, obwohl diese traditionsreiche pädagogische Einrichtung längst wegen Raummangels an den Stadtrand gezogen ist. Das längs der Straße stehende Gebäude, in dem Generationen von Korbacher und auswärtigen Schülerinnen und Schülern ihre gymnasiale Ausbildung erfuhren, wurde 1770 bis 1774 auf dem Grund des ehemaligen Franziskanerklosters errichtet.

Das Kloster war 1487 durch die Grafen Philipp II,, Heinrich VIII. und Otto IV. von Waldeck gegründet worden. Der Einführung der Reformation in Korbach setzten die Mönche des Klosters starken Widerstand entgegen.

So kam es, dass es erst 1566 aufgelöst wurde, lange, nachdem die anderen waldeckischen Klöster bereits nicht mehr bestanden.

Das Gebäude wurde damals von der Stadt Korbach übernommen, die ihre Bürgerschule dorthin verlegte. Nachdem die Grafen Wolrad II. und Josias l. von Waldeck 1577 ein Gymnasium gegründet hatten, konnte dieses zwei Jahre später im alten Kloster eröffnet werden. Sie gaben dem neuen Landesgymnasium einen finanziellen Rückhalt durch die Einkünfte des nach der Säkularisation (Einziehung kirchlichen Vermögens durch den Staat) aufgehobenen Klosters Berich.

Im Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763), der Korbach zum Kriegsschauplatz werden ließ, wurden die Gebäude des ehemaligen Klosters total zerstört. Fürst Friedrich von Waldeck ließ daher ab 1770 auf den Grundmauern der Klosterkirche einen Neubau errichten, der nach ihm „Fridericianum” genannt wurde. Über dem Portal finden wir die Inschrift „FRIDERICUS WALDECKIAE PRINCEPS RESTITUIT ANNO MDCCLXXIII”, im Giebelfeld das Monogramm „FF” (Fürst Friedrich). Der Langbau erhielt 1884/85 einen Seitenflügel, in dem Klassenzimmer und die Aula untergebracht wurden. Das Dachgeschoss wurde1932/33 ausgebaut.

Eine Erweiterung erfuhr die Schule, die seit 1936 offiziell den Namen „Alte Landesschule” führt, ab 1955.

siehe auch

Weblinks