Figurentheater Albert Völkl

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Der in Trendelburg - Deisel (im Landkreis Kassel) ansässige Künstler Albert Völkl studierte an der Kunsthochschule Kassel freie Grafik, Trickfilm, Figurenbau- und -spiel.

Künstlerisches Schaffen

Seit 1986 leitet Albert Völkl ein eigenes mobiles Figuren- und Schattentheater.

Er illustriert aber auch Bücher, zeichnet Comics und Theaterplakate oder gestaltet Strassenlaternen mit Scherenschnitten (auch in Diemelstadt oder Trendelburg).

Albert Völkl lässt in Wilhelmsthal mit Figurentheater Geschichte aufleben

Trommler in der Schlacht

Artikel in HNA-online vom 15.04.12

Wilhelmsthal. Ein Stück Weltgeschichte als Figurenteater erlebten am Samstag Kinder und Erwachsene im Schloss Wilhelmsthal. Der Theatermacher Albert Völkl (Deisel) erzählte und spielte in der Schlosskapelle eine Geschichte über die Schlacht bei Wilhelmsthal.

Das hauptsächlich für Kinder konzipierte Stück entstand als Auftragsarbeit der Museumslandschaft Hessen-Kassel. Der Hintergrund: am 24. Juni 2012 jährt sich die Schlacht zum 250. Mal. In seiner Geschichte lässt der Autor das Mädchen Marie und ihren Großvater im Schloss durch ein Zeitloch in das Jahr 1762 treten. In die Nacht, bevor die Schlacht begann.

Völkl studierte an der Kunsthochschule Kassel Freie Grafik, Trickfilm sowie Figurenbau- und Spiel. Seit 1986 leitet er ein eigenes Figuren- und Schattentheater. „Ich habe bei diesem Stück Pappe als Material für die Figuren gewählt, weil die Kunstform des Papiertheaters im 18. Jahrhundert ihren Anfang nahm“, erklärte Völkl, der auch als Illustrator und Comic-Zeichner tätig ist. Durch die beweglichen Stabpuppen und geschickten Kulissenwechsel gab Völkl seiner Geschichte einen Trickfilm-Charakter.

Kinnhaken an Franzosen
Gespannt verfolgten die Zuschauer wie Marie bei der Suche nach ihrem Opa auf bedienstete sowie adelige Bewohner des Schlosses trifft, während der alte Herr in der Schlacht Kinnhaken an die Franzosen austeilt und Kanonenkugeln wie Fußbälle kickt. Ein kleiner Trommler - die einzige plastische Figur im Stück - beeinflusst mit einem falschen Signal den Ausgang der kriegerischen Auseinandersetzung.

Den spannenden und witzigen Szenen dieser Abenteuergeschichte standen solche gegenüber, die Einblick in das damalige Alltagleben der Schloss-Bediensteten und ihrer Herrschaft geben. Erstere legten sich zum Schlafen nicht wie ihre Arbeitgeber ins kuschelige Himmelbett, sondern in die Kiste und bei den Soldaten blieb die Feldküche mehr als nur einmal kalt. Eine Führung durch das Schloss rundete den Ausflug in die Geschichte ab. (ziv)

siehe auch

Laterne in Trendelburg mit Scherenschnitt von Albert Völkl

Weblinks