Albert Kunth

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Berühmte Mündener

Albert Kunth

Mit dem neuen Werkstoff Gummi kannte sich kaum jemand aus, als Albert Kunth in den Jahren 1873 und 1874 vor den Toren der Stadt Münden eine Fabrik zur Herstellung von Gummiwaren baute. Der Kaufmann, der sowohl eine Wein- und Likörstube als auch einen Steinbruch betrieb, wagte sich auf völliges Neuland. Welche Maschinen braucht man? Wo sind die Fachleute zu finden, die damit umgehen können - und wer will die Gummibälle und medizinischen Waren überhaupt kaufen?

Albert Kunth setzte alles, sein ganzes Vermögern floss in die Errichtung und den Betrieb seiner Fabrik. „Am Bewährten festhalten, aber zugleich stets das Neue wagen“, lautete sein Motto.

Ab 1895 produzierte Kunth Schläuche. Er und seine Mitarbeiter sammelten mehr und mehr Erfahrung mit dem modernen Werkstoff, entwickelten neue Produkte und schufen damit selbst die Nachfrage nach dem, was sie herstellten.

Nach seinem Tod im Jahr 1899 übernahmen seine Söhne die Geschäftsführng. Das Unternehmen hieß damit „Gummiwarenfabrik Gebrüder Kunth“. Immer wieder wurde die Produktpalette dem Markt angepasst - von gummierten Textilgeweben für Boote bis zu Hydraulikschläuchen, die in der Raumfahrt verwendet werden.

Nach Wechseln in Leitung und Besitzverhältnissen ist das Mündener Gummiwerk heute eine GmbH und der größte Arbeitgeber in der Stadt.