Ahne

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Die Ahne am Katzensprung in Kassel

Die Ahne (im Stadtgebiet Kassel Ahna) ist ist ein 21 km langer Zufluss der Fulda im Landkreis Kassel und in der Stadt Kassel.

Sie ist ab der Einmündung des Dorfbachs in Ahnatal ein Gewässer II. Ordnung und befindet sich im Dienstbezirk der Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Kassel.

Unterhalten wird die Ahne durch die anliegenden Städte und Gemeinden Kassel, Vellmar und Ahnatal.

Bachverlauf

Die Ahne entspringt am Essigberg im Habichtswald (Nähe Fernsehturm), durchquert den Hutewald zwischen dem Kasseler Herkules und dem Forsthaus Haide und gelangt schließlich über Ahnatal und Vellmar nach Kassel.

Die Ahne (Ahna) durchfließt Heckershausen, Obervellmar, Niedervellmar sowie die Kasseler Nordstadt und mündet nahe der Hafenbrücke in Kassel in die Fulda.

Über eine kleine Strecke im Oberlauf im Bereich des Naturpark Habichtswald bildet die Ahne die Grenze zwischen dem Landkreis und der Stadt Kassel.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Ahne erstreckt sich bis in den nördlichen Bereich des Habichtswaldes. Entsprechend dem Gewässerkundlichen Flächenverzeichnis Land Hessen besitzt das Einzugsgebiet der Ahne von der Quelle bis zur Mündung in die Fulda eine Gesamtfläche von AEOges. = 41,49 km².

Im Einzugsgebiet der Ahne sind die natürlichen Abflussverhältnisse maßgebend. Versiegelte Flächen befinden sich nur im Bereich der Ortslagen, deren Einfluß kann jedoch auf Grund des geringen Umfanges bei einem HQ100 -Hochwasserereignis vernachlässigt werden. Künstliche Rückhaltemaßnahmen bzw. Hochwasserrückhaltebecken sind nicht vorhanden.

Die Ahne durchfließt ein stark besiedeltes Gebiet. Jedoch ist die eigentliche Ortsbebauung bis auf Teilgebiete von Heckershausen und Obervellmar, bedingt durch den Gewässerverlauf durch begrenzt freigehaltene Auenbereiche, nur in den Randbereichen betroffen. Bei einem HQ100-Hochwasserereignis ergeben sich im Bearbeitungsabschnitt der Ahne entsprechend der überwiegend geringen Talbreiten meist schmale Überschwemmungsbereiche mit einer Breite unter 100m und nur in Ausnahmefällen bis 150m. Diese Bereiche sind als natürlich vorhandene Retentionsräume anzusehen.

Kasseler Meeressand

Der Sand im Bachbett und das sandhaltige Ufer der Ahne ist eine Fundstelle für zahlreiche Fossilien, die aus einer Zeit vor etwa 60 Millionen Jahren stammen, als große Wassermassen das Kassler Becken überschwemmten. Die fossilen Funde an den Ufern der Ahne werden auch als Kasseler Meeressand bezeichnet.

Kunst und Kultur

Mit dem Projekt Vier Flüsse setzt sich eine Initiative von Heidi Rühlmann (Kasseler Kulturpreisträgerin) mit Aktionen im öffentlichen Raum an Ahna, Bauna, Esse und Warme auseinander.

siehe auch

Weblinks