Ahle Kasseler Witze

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Inhaltsverzeichnis

Die Weihnachtsgans

Ephesus und Kupille kamen in der Vorweihnachtszeit aus der Kneipe und gingen die Marktgasse entlang. Da sehen sie oben am Fenster eine Weihnachtsgans hängen. (Das wurde früher so gemacht, weil es noch keine Kühlschränke gab). Eine Leiter war schnell "besorgt". Aber gerade,als sie diese angestellt hatten, kam ein Schutzmann um die Ecke. "Halt, was macht Ihr hier"? "Also, Herr Wachtmeister, mä hon nen Kumpel un der hot morjen Geburtstach und da honn mä emme ne Gans ans Fenster gehängt, mä wollten emme mo ne kleine Freude machen". Der Schutzmann schaut nach oben, sieht die Gans, streicht sich den Schnurrbart und schnauzt: " Bei mir gibt es solchen Firlefanz nicht. Sofort holt Ihr die Gans wieder von da oben runter und gebt sie euerem Freund morgen persönlich. Nun macht hin, sonst mach ich Euch Beine und nehm Euch mit aufs Revier." Gesagt, getan, die beiden holten die Gans runter, der Schutzmann lobte sich selbst und hielt sogar noch ein wenig die Leiter, Ephesus und Kupille verdufteten und die Gans hot ihnen bestimmt besonders gut geschmecket.

Die Buchführung

Ephesus und Kupille tragen Kohlensäcke in einen Keller. Bei jedem Sack macht Ephesus mit Kreide einen Strich an die Hauswand. Als er gerade wieder mit einem Sackins Haus ging, kam ein Hund, hob das Bein und pinkelte an die Hauswand. Da rief Kupille voller Entsetzen: " Mensch, Ebbeshus, komm schnell russ, so'n Köter radiert dä in dinner Buchführung rum".


Aus Liebeskummer

Ephesus sitzt in der Aue auf einer Bank und döst vor sich hin. Kommt ein Mütterchen daher und sagt: " hallo,Junger Mann, können Sie mir mal hier ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen, ich bin fremd hier". Ephesus sagt: " Klar, für ne Mark mach ich alles. Also passen se mo uff, an dem Baum, unner dem mä grade sitzen, hat sich vor langer Zeit mo 'n junges Mensche uffgehängt". Das Mütterchen ist bestürzt und sagt: " Ach du lieber Himmel, doch sicher aus Liebeskummer". Ephesus überlegt ne Zeit, dann sagt er: " Schißchen, Oma, se war us Niederzwehren".


Himmelfahrt

Ephesus schippt am Himmelfahrtstag in der Marktgasse Kohlen in einen Keller. Da kommt Kupille daher und regt sich auf: " Mensch Ebbeshus, Du arbeitest heute, weißt du dann nit, Jesus ist doch heute innen Himmel gefahren". Antwortet Ephesus: " Das kann jo sinn, aber hier is hä nit vorbie gekommen ".


Kimmeste russ !

Ephesus steht in der Entengasse gebückt vor einem offenen Kellerfenster, schaut hinein und spricht laut: "Kimmeste russ". "Du sott endlich russkommen". Die Leute bleiben stehen und schauen ihm neugierig zu. Sogar aus dem Laden vom Metzgermeister John gegenüber rennen die Kunden auf die Straße und gucken. Ephesus läßt keine Ruhe: " verbummich noch mo, machtste dann jetzt, daß de endlich russkimmest".

Dann läßt er plötzlich fürchterlich laut "EINEN FAHREN",stellt sich wieder gerade und sagt zu der Menschenmenge: " Na, endlich is hä drussen ". Dann geht er seelenruhig zur Brüderstraße in Richtung Altmarkt mit dem Ziel "Peters-Kneipe-und-Destille" an der Ecke Fuldabrücke.


In der "Elektrischen"

Zwei Männer fahren mit der Straßenbahn die Königsstraße rauf. Fragt der eine den anderen: " Kö..Kö..Können Sie mir sa.sa.sagen, wann der F.F.F.F.Friedrichsplatz kommt, dann muß ich a.a.a.aussteigen". Keine Antwort. Der erste fragt nochmal: " E.e.e.ntschuldigen Sie, usw.". wieder keine Antwort. der Schaffner hat das mit bekommen und sagt zu dem Stotterer: " Die nächste Haltestelle ist der Friedrichsplatz". Als der Stotterer ausgestiegen ist, geht der Schaffner zu dem anderen Mann und sagt:" Na, Sie sind aber unhöflich, Sie konnten doch dem Herren helfen". Und dann kam die Antwort: " Jo, mei.mei.meinen Se dann, d.d.d.daß ich mir von dem eine in die Fr.Fr.Fr.Fresse hauen lasse"?


Anerthalb bis Rathus

(Für die jüngeren Leser: Früher war es so usus, daß Mädchen und Frauen ausschließlich Röcke, bzw. Kleider trugen, während Jungens bis zu Konfirmation kurze Hosen bis zu den Knieen, und danach nur noch lange Hosen trugen.)


Eine Frau sitzt mit ihrem Jungen in der "Elektrischen", kommt der Schaffner und schlägt sein Fahrkartenbuch auf: "Na, junge Frau, wo solls denn hingehen"? Sagt die Frau: "Ich hätte gern "Anerthalb bis zum Rathus". Darauf der Schaffner: "Der Junge hat ja schon lange Hosen an, für den müßen Sie voll zahlen". Sagt die Frau: "Na, wenn es nach den Hosen geht, dann geben Sie für minnen Sohn eine ganze und für mich 'ne halwe Fahrkarte". Das hört eine alte Bäuerin, die in Niederzwehren zugestiegen war und auf dem Markt auf dem Königlatz ein paar Eier verkaufen will. Sie dreht sich rum und ruft zum Schaffner: "Jo, wenn das so iss, Herr Schaffner, dann bruche ich jo gar kinne Fohrkarte, dann kann ich jo umsonste fahren".


Fabrikware

Der Ephesus steht auf der Fuldabrücke und läßt "sinne Spucke Kahnfahren". Da kommt Kupille vorbei, mit einem Stück Baumstamm auf der Schulter, und geht in Richtung Bettenhausen.

Fragt ihn Ephesus: "Na Kupille, wo witte dann mit dem Holzklotz hinne"? Antwortet Kupille: "Ich hon mä heute morjen minne einzige ganze Hose zerissen, nun will ich zur "SPIFA" nach Bettenhusen un will mo frochen, ob se mä nit ne billige neue machen können".


Ufklärung

Es sitzt ein kleiner Junge auf einem Stein und spielt mit Holzklötzchen. Da kommt eine Bauersfrau aus Kirchditmold mit einer Ziege am Strick und guckt sich suchend um. Nun geht sie zu dem Jungen und fragt: "Höre mo, Kleener, kannste mä mo zeijen, wo hier bie Euch de Zäjen gebocket weren"? Der Junge sagt: " jo klar kann ich das". Er rutscht von seinem Stein runter, geht um die Ziege herum, zeigt auf deren Hinterteil und sagt: "Gucke mo genau hinne, Tante, dohinnen".

Echte Freunde

Zwei Freunde treffen sich auf dem Königsplatz: Sagt Karle: "Na, Henner wo witte dann hinne"? Antwortet Henner: "Ich mu-mu-muß in de Stottterschule". Darufhin spricht der Karle: " Na, do bruchste doch nit hinne, Du kannst doch schon prima stottern". Jetzt fragt der Henner den Karle:"Na, un wo wo wo wit du dann hinne:? Sagt der Karle: " Ich bin biem Fotografen bestellt, Paßbilder machen lossen " Da sagt der Henner: " Na dann pppaß aber mo mo mo schön uff, daß dinn Bu-Buckel, nit mit uffs Bi-Bild kimmet, sonst kriegst din Album nit zu".


Delikatessen

Ein Kunde kommt zum Metzger und fragt: "Honn se schöne Sabbelatswurscht"? Sagt der Metzger: " Ganz wunderbare Salami, gerade frisch angeschnitten". Darauf der Kunde: " Dann geben se mä dovon mo füren Grosschen". Der Metzger sagt: " Also ich kann Ihnen 100 Gramm abwiegen, aber für 10 Pfennig nicht". Darauhin der Kunde: "Honn se dann schönen Schinken"? Der Metzger:" O, ja, ganz frisch aus dem Rauch". Darufhin das Gleiche:" Dann gebense mä eben davon für'n Groschen". Die gleiche Antwort. " 100 Gramm ja, aber für 10 Pfennig, das geht nicht". Nun fragt der Kunde: "Honn se dann wenigstens schöne Zunge"? Der Metzger beflissen: " Oh, Ja, ganz herrlich, rosarot und schön zart". Darauf der Kunde: "Dann können se mich domitte mo schön am Arsch lecken" und verläßt den Laden.

Veranda

Ephesus soll ja auch mal verheiratet gewesen sein. Also wurde Kupille von den andern "Suffhennern" losgeschickt, um zu erkunden, "was do so los iss". Kupille trifft Ephesus an und fragt: "Na, Ebbeshus, was machste dann jetz so den ganten Tach"? Darauf Ephesus: "Och, so um zehne krawweln mä us der Kiste,trinken schön Kaffe, un dann leg ich mich noch mo 'n bißchen uff de Veranda. Mittachs losse ich 's mä gut schmecken, un dann geht's noch mo uff de Veranda. Nach dem Abendessen liege ich dann meistens noch mo druff, un suffe 'n paar Schnäpschen un 'nen paar Bierchen, un dann geht's widder in de Kiste". Kupille geht dann los und kommt wieder in de Destille. Die anderen haben schon gewartet: "Na, Kupille, warste do? was macht dann der Ebbeshus nun so"? Darauf berichtet Kupille, dass es Ebbeshus gut geht, und er nur rusgekriegt hot, dass dem Ebbeshus sinne Frau VERANDA heisst.

Schmeckewöhlerchen

Ein Junge kommt in die Metzgerei. "Na Kleener, was witte dann honne"? Darauf der Junge: "Ich soll für fuffzich Fennige Wurschtabfälle für unsern Hund holen, awer kinne Blutwurscht, die ißt der Vatter nit".

WG

Kupille besucht Ephesus. Der steht in der Küche und schält Kartoffeln. Fragt Kupille: "Wo is dann Dinne Frau" ? Darauf Ephesus: "Die licht noch im Bette, kannst se jo mo hohlen, 's gibbet bale Mittachessen". Kupille geht los und kommt aufgeregt zurück: " Du Ebbeshus, Dinne Ahle liecht jo mit nem fremden Kerle im Bette". Darauf Ephesus: "Gut, daß de mä das sachst, dann kann ich gleich 'n paar Kartuffeln mehr schälen".


Kundendienst

Drei Jungen kommen in eine Apotheke. Der Apotheker fragt den größten, was er haben möchte. die Antwort: "Für'n Groschen Lakritze". Der Apotheker holt seine Trittleiter herbei und steigt rauf (das war früher so !), holt das Glas mit den Lakritzen vom Regal herunter,und wiegt für zehn Pfennige ab. Dann steigt er wieder auf die Leiter, bringt das Glas nach oben und stellt die Leiter wieder weg. Nun fragt er den zweiten: "Und was möchtest Du"?. Der zweite antwortet: "Für'n Groschen Lakritze". Der Apother wiederholt das ganze, überlegt, ehe er das Glas wieder nach oben bringt, und fragt den kleinsten:" möchtest Du denn auch für'n Groschen Lakritze"? Der kleine schüttelt den kopf. Der Apotheker versorgt sein Lakritzglas wieder und stellt die Leiter wieder weg. Dann fragt er den Kleinsten: "Und Du, mein Junge, was möchtes Du denn haben ?" Darauf die Antwort: "Ich möchte für fünf Pfennige Lakritze".

Heimatkunde

Im Park Wilhelmshöhe fragt ein Tourist den Ephesus:" Sachn 'se ma, Männecken, wat is'n das für ne komische grüne Figur da obem uff dem Steinhaufen" ? Sagt Ephesus: "Da oben honn mä unsern Herkules stehn". Darauf die Frage:" Und was stellt der denn so vor"? Daraufhin Ephesus: "Du mußte mo richtich hinnegucken, dann siehstes: Das linke Bein".


Ferndiagnose

Das Gustchen hat mal wieder Halsschmerzen und geht zum Arzt. Gustchens Mann ruft aber vorher den Arzt an und sagt: "Herr Dokter, minne Frau kimmet jetzt zu Ihnen, die hot's schon widder im Halse. Können se ihr nit mo sagen, se soll dickere und längere Schlüpfer anziehen, uff mich hört se nämlich nit - se wird immer gleich böse". Anschließend kommt das Gustchen nun zum Arzt und klagt über Halsschmerzen.Der Arzt guckt ihr in den Mund und sagt: "Oje, liebe Frau Guste, das ist ja ne ganz schöne Erkältung, Sie müßen unbedingt wärmere und längere Unterwäsche anziehen". Das Gustchen zieht ihren Mantel wieder an, nimmt sein Rezept,und dann stellt sie sich vor den Arzt, dreht sich um, bückt sich, und sagt: " Herr Doktor, wenn se mä ins Mull gucken und sehen was ich für'n Schlüpper anhon, dann können se mä auch mo innen Hinnern gucken und sagen, ob min Hut gerade sitzt".

Auskunft

In früheren Zeiten stand auf dem Kasseler Hauptbahnhof immer ein sogenannter "Auskunftbeamter".Er wußte die Abfahrten, Ankünfte und Verbindungen. Kommt ein Reisender zu ihm und fragt: "Sagen Sie, wo bekomme ich denn hier ein Billett?. Der "Beamte" schüttelt den Kopf: " Das heißt heute nit mehr Billett, das heißt jetzt Fahrkarte". Darauf der Reisende: " Ja, und wo bekomme ich nun so eine Fahrkarte"?. Die Antwort: "Na, wo schon, do drüwwen am Billettschalter".


Enge Wohnverhältnisse

( Vor kurzem erhielt ich aus Kanada eine EMail von unserem in 1953 ausgewanderten kasseläner Mitbürger Heinz Rode (79), in der er mich um Zusendung einiger CD's meiner "Kasseler Melodien" bat. Er war beim altheimatlichen Surfen auf unsere Webseite gelangt und dann bekam er bei der Musik Weimweh. Schnell wurden wir befreundet. Nun liest er täglich im Internet die HNA und natürlich blättert er jetzt täglich im Regiowiki. Vor einigen Tagen klingelte bei uns das Telefon und es meldete sich persönlich aus BRITISH COLUMBIA unser alter, neuer Freund Heinz. Er war jetzt bei den "Ahlen Kasseler Witzen" angekommen und nun fiel ihm ein ahler Witz ein, den er sich früher mit anderen Jungens in der Holländischen Straße (wo er geboren wurde und aufwuchs) erzählte. Er hatte den Wunsch ( und das war ihm der Anruf wert), daß ich diesen Witz hier in die "Ahlen Kasseler Witze" mitreinbringe. Erst hatte ich Bedenken - aber, was soll's - hier ist er:


ALSO: Frizchens Eltern wohnten sehr beengt und als Papa tagsüber der Mama mal beim Wäschewaschen zuschaute - wie sie sich so über die alte Zinkbadewanne beugte - sagte er zu Fritzchen: "Fritze, geh und gucke mo usem Fenster, un jedesmo, wenn de nen Kerle mit nem Zylinder siehst, kriegste nen Groschen, Du mußt aber dauernd us'm Fenster gucken". Fritzchen tat das, und bald ging's los: "Ein Zylinder - ein Groschen, noch einer - noch'n Groschen". Auf einmal dreht sich das Fritzchen um und ruft: " Mensch, Vatter, das giwwet awer ne teure Nummer, do hinnen kimmet nen ganzer Leichenzug".


Nachbarschaftshilfe

In der "Ahlen Krugse" (Früher die Kruggasse) amüsierte sich ein Hundepäärchen und rutschte dabei vor lauter Zielstrebigkeit in ein offenes Kellerfenster. Ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft schaute zu und ging dann zu dem entspechenden Haus. Als ihm beim Klingeln geöffnet wurde, sprach er zu der Nachbarin: "Mensch Tante, drussen is eben dinne Reklame innen Kellerloch gafallen".

Teeküche

Ein Kasseläner kommt in eine Apotheke: "Tach, gebense mä mo fürn Fuffzger Kamillentee". Die Apothekerin antwortet schnippisch: "Kamille kann ich Ihnen geben, aber den Tee müssen Sie sich selbst kochen". "Is jo gut, dann gebense mä mo noch fürn Fuffzger Salweitee". Die gleiche Antwort: "Salbei kann ich Ihnen geben, aber den Tee müssen Sie sich selbst kochen". Sagt der Kunde: "Ich honn's jo begriffen, awer wenn das so is, dann gewen se mä mo noch 'n viertelfund Brusttee".


Zusammenhalt

Fritzchen war bei Oma zu Besuch. Nun mußte er abends immer früher als die Oma ins Bett, und erst später kam sie. Also mußte er nun als richtiger Junge aufpassen, was sie in der Zeit machte. Er linste unter der Bettdecke vor und sah: Die Oma setzte sich vor ihren Englischen Spiegel, dann setzte sie die Brille ab und steckte diese in ein Etui. Dann löste sie die Haarspangen und den Dutt und hing diesen an den Spiegel, anschließend nahm sie die Prothesen aus dem Mund und diese kamen in ein Wasserglas. Als sie nun auch noch ihren Busen abband und ihn in den Schrank hing, hielt es Fritzchen nicht mehr aus. Er streckte den Kopf aus der Bettdecke und rief: "Höremo Oma, wenn de jetzt auch noch an den beiden kleenen Schruwen drehst, fällste dann ussenanner"?


Tannenduft

Ein Oberförster aus dem Umland kommt in Kassel zum Zahnarzt. Vor ihm wurde ein wehleidiger Patient behandelt, der beim Zahnziehn vor Angst einen Pups ließ. Als er ging, nahm der Zahnarzt eine Pulle Fichtennadel-Raumspray und pustete kräftig drauf los. Dann kam der Oberförster dran. Als er den Behandlungsraum betrat, fragte der Zahnazt beflissen: "Na, Herr Oberförster,riecht es nicht prima bei uns, was halten Sie davon"? Der Oberförster hob den Kopf und schnupperte rechts und links, und dann sagte er: " Also, wenn ich ehrlich sinn soll, Herr Dokter, bie Ihnen duftet's so, als wenn bie uns einer innen Tannenwald geschißen hot" .


Zungenbrecher

Das Dina spricht zu ihrem Karle: "Karle, gehe mo bin Piffer und hole mä mo für heute Awend 'n halwes Pfund Schwartemagen". Der Karl zieht los zum Metzger Pfeiffer in der Müllergasse. Die "Ahle Piffern" steht hinterm Dresen. "Na, Karle, was witte dann honne". Spricht der Karle: "Gib m-m-m-mmä mo en ha-ha--halwes Pf-Pf-Pf-Pfund SchwSchwaSchwaSchwa - Schwa - Scheiße, gib mä Läberwurscht".


Reizende Sache

Das Malchen gibt sinnem Henner zwei Mark, er soll mit der Ziege zum Bock gehen. der Henner bindet die Ziege vor der Kneipe an und versufft das Geld. Als sich bei der Ziege nichts rührte, wiederholte sich das Ganze nochmal. Nun war die Ziege nicht mehr so ganz neu, und zufällig starb sie in dieser Zeit. Das Malchen kam hinter den Henner seinen "Durscht" und sie schimpfte: " Also Henner, Du ahle Schlagge, host des Bockegeld versoffen, zur Strafe schläfste jetzt 4 Wochen lang uff dem ahlen Sofa uffem Dachboden". Gesagt, getan, der Henner ging abends uff'n Boden zum Schlafen. Aber in der dritten Nacht ging plötzlich die Bodentüre auf, das Malchen kam rein und fuhr den Henner laut an: " Henner, sofort kimmeste jetzt runner ins Schlofzimmer - ist's dann nit genuch, daß de Zäge schon an Überreizung gestorben is".

Schuhhaus TAK

Früher gab es in Kassel ein Schuhgeschäft mit dem Namen "Schuhaus TAK". Promt ging eine Schnurre in Kassel rum:

Fräulein Röschen war gute Kundin im besagten Schuhladen. Doch als sie sich ein paar neue Lackschuhe gekauft hatte und diese trug, schauten alle interresiert und auffällig nur auf diese neue Errungenschaft. Ihr fiel das auf den Wecker, und so ging sie zum Schuhladen, um die Schuhe zu reklamieren. der Geschäftsführer kam und schaute sich lange die Schuhe an ihren Füßen an, dann rief er seinen "Vize". Nun schauten beide interressiert und dann kam auch noch der 1. und der 2. Verkäufer hinzu. Nach längerem Betrachten sagte ihr der Geschäftsführer, sie möge nach Hause gehen, man würde ihr schreiben. Am Nächsten Tag kam dann auch der Brief, und der lautete:

Mein liebes Fräulein Röschen!

Sie trage wohl kein Höschen.

Ihr Döschen spiegelt sich im Lack.

Ihr Schuhaus TAK.


Heiß und kalt

Der Henner kimmet extra nach Kassel zum Arzt und klagt über folgendes: "Herr Doktor, ich weiß nit, was mit mä los is, immer, wenn ich mit minner Ahlen schlofe, dann schwitze ich einmo, und des nächste mo, dann friere ich widder, und so geht das schon lange, immer widder, mo schwitze ich, mo friere ich". Der Arzt überlegt, schüttelt den Kopf, schaut in sein schlaues Buch, schüttelt wieder den Kopf, und sagt: "Ja also, mein Lieber, in meiner langjährigen Praxis ist mit das noch nicht untergekommen. Sagen Sie mal, wie oft machen Sie es denn so mit Ihrer Frau"? Der Henner überlegt kurz und antwortet: "Jo, Herr Dokter, einmo im Sommer un einmo im Winter".

Langholz

Der Karle bringt mit seinem Pferdegespann Langholz in den Westring zum Sägewerk. Unterwegs bleiben die Gäule mal stehen um ein wenig zu verschnaufen. In dem Moment kommt ein Auto mit einer IA-Nummer (früher Berlin) und muß bremsen. Der Fahrer steigt aus und schimpft: "He, Männeken, se versperren mit Ihre Baumstämme die janze Straße, wo wollnse se denn überhaupt mit das Zeug hin" . Der Karle überlegt nicht lange und ruft zurück: "Wissense, mä hon hier in Kassel ne Mundharmonikefabrik, und do will ich mit den Baumstämmen hinne, das gibbet nämlich Mullorjeln für Berliner Großschnauzen" .


Schmuck

Die Lehrerin spricht mit den Schülern über die Damen-Hutmode. Also: "Was tragen die Damen alles so auf dem Hut"? Karlchen:"Blumen". "Gut". Henner:"Federn". "Auch gut". "Schleier". Sehr schön. "Und was meinst du Fritzchen"? Fritzchen sagt: "Obst, Frau Lehrerin". Sagt die Lehrerin: "Das habe ich allerdings noch nicht gesehen, wie kommst du denn darauf"? Sagt das Fritzchen: "Ich hon gehört, wie min Vatter zu minner Mutter gestern Awend gesacht hot: "Weiste, Trinchen, wenn das mit der Fresserei nit bale besser wird, kannste dä dinne Pflaume an den Hut stecken".


Ne Zote

"Höre mo, Karle, minne Ahle sacht immer, ich hätte weiternix als das Suffen und lauter Zoten im Koppe. Kannste mä dann sachen, was das is"? Sagt der Karle: "Passe mo uff Henner, angenommen, du nimmst mit dinner Ahlen im Garten Wäsche von der Leine. Da kimmet 'n starker Wind, und bläst dinner Ahlen nen frischen Schlüpper uff den Wäschepfahl, un 'n Hemde uff de Wiese. Was machst du dann" ? Sagt der Henner:" Jo, also ich gehe hinne, nehme ihr das Hemde hoch und den Schüpper runner". "Siehste Henner, das is ne Zote, un was en Suffkopp is, weißte jo selwer am besten"


Früh übt sich

Karlchen besucht in den Ferien seine Oma uffem Dorfe. Die Oma sieht Karlchen immer wieder mit der Liesbeth aus der Scheune kommen und fragt ihn nachher beim Essen: "Na, Karlchen, was haste dann so oft in der Scheune gemacht"? Antwortet Karlchen: "Ich hon mit der Liesbet gespielt". "Na, was habt ihr denn gespielt"? fragt die Oma. Da antwortet Karlchen: "Weißte, Oma, ich hon kinne Ahnung, wie das heißt, awer eins kann ich dä sachen, wenn ich mo groß bin, wird das min Hobby".


Familienfeier

In der "Ahlen Wildemannsgasse " wurde gefeiert. Die ganze Familie Klotzbach saß um den Tisch herum und ließ sich das Sauerkraut und die Sulwerknochen gut schmecken. Plötzlich ruft das Karlchen über den Tisch hinweg: "Mutti, ich musse mo bullern". Die Mama geht mit ihm raus, hilft ihm, und sagt: "Karlchen, das macht man nicht. Wenn du wieder einmal Pipi mußt und wir sitzen gerade beim Essen, dann rufst du "Mama" und wenn ich gucke, machst du mit den Fingern ein schnipsende Bewegung, dann weiß ich bescheid. Sehr schön. die nächste Feier kommt, umd alle laßen sich die "Pellkartuffeln und de Schmandheringe" gut schmecken. Plötzlich ruft Karlchen über den Tisch: "Mutti". Als die Mutti guckt, macht er die Handbewegung und ruft: "Und schissen muß ich au mo".


Scheißspiel

Karlchen spielt mt einenm kleinen Mädchen "Anhalterfahren". Er nimmt sie mit auf den Roller und fährt mit ihr um die vier Ecken. Als sie wieder angekommen sind, will er sie absetzen, aber sie fragt ihn: " Na wie dann, willste nit mo"? Karlchen überlegt eine Weile, dann wirft er seinen Roller hin und sagt: "Vedammtes Scheißspiel, jetzt weiß ich nit, wie 's weitergeht".


Picknick

Bei der Emma klingelt das Telefon: "Hallo, Fräulein Emma,hier spricht der Karle von nebenan. Das Wetter ist heute so schön, darf ich Sie vielleicht zu einem kleinen Picknick im freien einladen, ich würde Sie dann gleich abholen. Darauf die Emma: "Ja, recht gerne, ich bin sofort dabei, aber vorher müßte ich noch ne Kleinigkeit essen".


Herbstzeit

Die Rentner Karle und der Henner machen ihren Abendspaziergang duch die Karlsaue. Folgendes Gespräch entwickelt sich:


Karle zum schwerhörigen Henner: " 's is schon bale duster wie im Bärenarsch"

Der Henner:" Was hoste gesacht"?

Der Karle: "is schon bale duster wie innem Bärenarsch, un Vögel sieht me au kinne mehr".

Der Henner: "Was siehste nit"?

Der Karle: "Vögel sieht me kinne mehr":

Darauf der Henner: " Jo, se hon ja auch schon de Bänke alle weggenommen".


Mißverständnis

Der Henner sitzt abends mit dem Malchen auf einer Bank in Wilhelmshöhe. Als der Henner ein paarmal tief Luft holt, fragt ihn das Malchen: "Na, Henner was seufzt du denn so"? Darauf der Henner: "Am liebsten Bier und Doppelkorn".


Im ahlen Auto

Des Linchen war in Umständen, aber noch nicht so richtig aufgeklärt, also fragte sie die Mutter: "Sache mo, Mama, wie kimmet dann nun so'en Kind eigentlich uff de Welt"? Die Mutter überlegte, und dann sagte sie einfach: " Ach,das kimmet so russ, wie's ringekommen is". Da meinte das Linchen: "Ach, du liebe Zeit, so ungemütlich, in nem ahlen Auto mit einem Bein ussem Fenster"?

Fiffi

In der "Neuen Mühle" geht ein Patient über den Flur und hat an einen Bindfaden eine Zahnbürste gebunden, die er hinter sich herzieht. Kommt gerade der Oberarzt vorbei und fragt: "Na, was haben wir denn da "? Antwortet der Patíent: "Das ist eine Zahnbürste, Herr Doktor". "Na, das ist ja sehr schön" sagt der Arzt, und geht weiter. Als er außer Hörweite ist, sagt der Patient zu seiner Zahnbürste: "Na Fiffi, den honn mä awer ganz schön verarscht. Komm, jetzt gehn mä erst mo uff's Gässchen, bullern".

Die Pauke

Ephesus und Kupille haben ja vieles gemacht, nun, damals haben sie auch in einem Spielmannszug mitmusiziert. Bei einer Marschpause haben sie alle halt gemacht und haben sich das Freibier gut schmecken lassen, so gut, daß der Ephesus nach hinten von der Mauer, auf der sie saßen, mitten zwischen die Musukinstrumente fiel, und es gab einen richtig lauten Bums. Kupille stellte sein Bierglas ab, und rief: "Na, Ebbeshus, is de Pauke im Arsch"? "Nee" rief Ephesus zurück: "der Arsch in der Pauke".

Das Telegramm

Der Henner hat von seiner Freundin ein Telegramm bekommen, er solle doch mal sofort zu ihr nach Kassel kommen. Also nahm er seinen Hund an die Leine und fuhr nach Kassel.Am Kasseler Hauptbahnhof ließ er den Hund mal kurz los, falls dieser nochmal "muß". Der Hund verschwand aber um die nächste Ecke und war weg. Der Henner suchte ihn lange und fand ihn, als der sich gerade mit einer Hündin amüsierte. Der Henner ging hin, zog dem Hund eins über und rief: "Warte, du blödes Hundsvieh, hon ich das Telegramm gekricht oder du".

Siehste

Der Karle und das Trinchen sind über das Wochenende auf einem Bauernhof bei Kassel. Gerade als sie so auf dem Hof stehen, läuft der Hahn hinter einer Henne her, und "schnappt sie sich". Das Trinchen fragt den Bauern: "Sachen se mo, wie oft kann dann so 'en Hahn am Tache". Der Bauer sagt."Och, so fuffzehn bis zwanzich mo". Da dreht sich das Trinchen zum Karle rum und sagt: "SIEHSTE"! Nun fragt der Karle den Bauern: " Jo, un wieviel Hühner hot dann so 'en Hahn"? "Och" sagt der Bauer,"so bis fuffzehn,zwanzich". Da sagt der Karle zu sinnem Trinchen: "NA,SIEHSTE"!


Betrug

Kupille will der Frau von Ephesus mal schnell Guten Tag sagen, und sieht, daß gerade irgendein "Kerle" aus ihrer Wohnung kommt. Er läuft schnell in die Kneipe zum Ephesus, und sagt: "Mensch, Ebbeshus, ich glauwe, dinne Ahle betrücht uns".


Angeber

Dem Lisbeth ihrer war vierzehn Tage weg zu einem Melkerlehrgang. Nach sehnsüchtigem Warten kam dann endlich sein erster Brief. Alle waren gerade beim Essen, aber Lisbeth mußte erst den Brief lesen. Als sie mittendrin war, fing sie plötzlich fürchterlich an zu lachen. Die Bäuerin fragte, was denn so lustig sei. Da antwortete Lisbeth: "Ach, der Karle schreibt Pimmel mit drei M und hot nur soen kleenen".


Schnippelei

Der Henner Horebiedel und sin Freund, der Karle Sack, kamen mo widder in de Stadt nach Kassel. Als se de ahle Bahnhofstoße runner gingen, stand an einem Schaufenster: "HIER MANIKÜRE". Da se nit wußten, was das is, wollten ses usprobieren und gingen rin in den Laden. Nach ner halwen Stunne wußten ses, und als se dann die unnere Königstoße ruffspazierten, stand do an einem Schaufenster: "HIER PEDIKÜRE". Nun ja, auch das mußten se usprobieren. Es geschah widder das Gleiche. Nach einem Stücke Speckkuchen uffem Königsplatz un ein paar Schoppen im Könichskeller kamen se dann zum Friedrichsplatz. Aus der Ferne konnten se am Theater 'n großes Schild lesen: "HEUTE WALKÜRE". Der Karle wollte schon hinne, awer der Henner hielten feste mit den Worten: "Mensch Karle, loß uns bloß weitergehn, wer weiß, wo die uns diesmo noch dranne rumschnippeln".


Herzhäuschen

Der kleine Karle war in den Ferien bei der Tante auf dem Land. Als er mal mußte, fragte er die Tante, und sie schickte ihn in den Garten zum "Herzhäuschen". Als er wiederkam, fragte sie: "Na, Karlchen, hot dann alles geklappet"? "Jo, Tante", sagte das Karlchen, "aber ihr hobt jo do so furchbar vähle dicke Fliejen". "Ach, du bist jo au ganz schön doof", sagte die Tante, "do mußte in der Mittachszit hinnegehn, do sinn se alle in der Küche"..

Eheliche Pflichten

Im Raum Kassel gab es noch ein Städtchen, welches sich seinen früheren "Nachtwächter" noch für den Tourismus in späteren Zeiten weiter erhalten hatte. Ein Pärchen hatte seine Hochzeitsreise dorthin verlegt, und abends um 10 Uhr fing nun der Kerle an zu blasen. Die Braut war entzückt, und fragte ihren Bräutigam was das zu bedeuten habe. Dieser nahm die Gelegenheit natürlich gleich beim Schopfe und log: "Weißt du Schätzchen, die haben sich hier etwas sehr schönes ausgedacht, Der Nachtwächter erinnert die Ehemänner in der Nacht an ihre ehelichen Pflichten". Gesagt, getan. Um 11 und um 12 Uhr ging es jedoch mit der Blaserei die Nacht über alle Stunde fröhlich weiter, und jedesmal weckte die Braut ihren Bräutigam mit den Worten: "Hörst du den Nachtwächter". Am nächsten Morgen stand nun der neue Ehemann früh auf, ging zum Nachtwächter und sagte: "Lieber guter Mann, hier haben Sie fünfzig Mark, tun sie mir nur einen Gefallen, und blasen sie in der nächsten Nacht nur alle zwei Stunden". "Das kann ich nit", sagte der Nachtwächter, "Ihre Ahle is grode bi mä gewesen un hot mä hunnert Mark gegewen, damit ich de nächste Nacht alle fünf Minuten blose".


Welche waren es ?

In füheren Zeiten war ja Kassel eine Garnisonstadt. Da kam das Julchen zum Arzt und klagt: "Herr Dokter, mä geht's garnit gut. Ich glauwe, das kimmet bi mä von den Nieren". Der Arzt untersucht Julchen und sagt: "Ja mein liebes Fräulein Jule, Sie haben schon recht mit Ihrer Vermutung. Nur, ob es von den Kanonieren oder Pionieren kommt, das kann ich Ihnen auch nicht sagen".


'n ganz langer, ahler Bart

D'r Henner Horebietel un sinn Freund, d'r Karle Sack, trafen sich biem Zissel am Marställer Platz. Se setzten sich uff de Mauer vom Rodell und erzählten sich alles, was es do so neues giwwet. Un so frarte dann d'r Henner: "Sache mo, Karle, kennste dann schon des Dingen von d'r Waschfrau" ? "Nee" sachte neugierich der Karle". "Na, dann wirds awer Zitt, daß des dä mo zeijen läßt - Ha-Ha-Ha-Ha", antwortete der Henner.


Die Vorladung

Das Trinchen wollte seine Alimente einklagen. Nun kam sie aber zur Gerichtsverhandlung zu spät. Der Vorsitzende war leicht böse und fragte: " Sie kommen zu spät, wann haben sie denn die Ladung bekommen"? "Och", sagte das Trinchen, "Die hon ich bim Tanzen bi der letzten Kirmese gekriegt, als de Musik Pause machte". "Ach, ich meinte doch die Vorladung", sagte der Richter. "wann haben sie denn die bekommen"? "Ach so", sagte das Trinchen, "die hon ich schon vorher in unsere Scheune gekriegt".


Die ahle Reichsbahn

Gespräch im ahlen Hauptbahnhof: "Höre mo, Papa, wozu hot dann der Kerle do in sinnem Hüsschen, in unsre Fahrkarten 'n Loch ringeknippst, und warum hot dann der annere Kerle do, der mit der roten Mütze, in sinnem Schild, was hä dauernd mo hochhält, auch 'n Loch"? Der Papa überlegt ne Weile, dann sagt he: "Das is eben so, min Junge, daß die eben bi d'r Bahn ohne Loch kinnen fahren lassen können".

Papagei und Mamagei

Eine Oma hatte einen Papagei, und sie beklagte sich bei ihrem Pfarrer, daß ihr Papagei immer so ordinäre Dinge im Kopf hat und sich ausdrückt, wie so eine richtige "Kasseläner Schlagge". Der Herr Pfarrer beruhigte die Oma und schlug vor, sie solle doch den Papagei zu ihm bringen, er habe zufällig ein Papageienweibchen und das sei so brav, es würde den ganzen Tag nur beten. Und da sich das Gute ja immer durchsetzt, so würde der Papagei bestimmt genau so werden und von seinem Lorchen lernen. Gesagt, getan, die Oma brachte ihren Papagei zum Pfarrer! Sie nahmen ihn aus seinem Käfig und hielten ihn vor das Weibchen. Als Omas Papagei über sich das Lorchen erblickte, fing er sofort an: "He, Süße, wie hommers dann so, soll ich mo zu dä ruff kommen, wie isses dann, wäre nit mo 'n kleines Nümmerchen gefällig?" Das Lorchen machte einen langen Hals, schaute runter und spach: "Awer klar , komm schon ruff, und beeil Dich gefälligst mo 'n bischen, meinste dann, ich hon umsonst min lewenlang gebetet".


Meins, Deins und Unseres

Minna: "Herr Baron, unser Wein ist alle, soll ich neuen bestellen"?

Der Herr Baron: "Den Wein trinke nur ich, das heißt also IHR Wein ist alle".

Drei Tage später!

Minna: "Herr Baron, Ihre Kartoffeln sind alle, soll ich neue kommen lassen"?

Der Herr Baron: "Die Kartoffeln essen wir doch zusammen, das heißt also UNSERE Kartoffeln sind alle, kannst Du das denn nie begreifen"?

Zum nächsten Wochenende, der Herr Baron kommt aus dem Bad!

Minna: "Herr Baron, Entschuldigung, aber Ihr Hosenlatz ist noch offen, und unser Spatze guckt raus - ist das jetzt so richtig"?

Ohweh

Das Bordell hatte Betriebsausflug, aber eines der "Mädels" mußte als Notdienst zurückbleiben. Als sie alle wieder zurückwaren, fragte die Puffmutter: "Na, Schätzchen, wie war`s denn so alleine, hattest Du auch ein bißche was zu tun"? "Stell Dir vor, sagte diese, Ihr ward gerade um die Ecke rum, da fuhr ein großer Bus mit einem ganzen Männerchor vor." "Ja, und was hast Du da gemacht"? "Och, ich habe die Kerle auf die ganzen Zimmer im Haus verteilt, und bin dann von Zimmer zu Zimmer gegangen". "Ach du liebe Zeit,mein armes Kindchen, da müssen Dir aber ganz schön die Füße wehtun" bedauerte die Chefin.

Ein Bombenzeugnis

Ephesus und Kupille treffen sich, und der Ephesus mährt rum: "Nun hon ich die ganze Zitt biem Metzger Piffer geaorbitet, und weil ich mo 'n paar schißerische Sulwerknochen geklaut hawe, will mir das Arschloch kinn Zeugnis schriewen. Hä könnte das nit verantworten, sagt hä. So'n Schiß, un was mache ich do"? Die Kupille überlegt und hot mo widder "DIE IDEE": "Weißte was, gehst widder hinne und sachst emmme, hä soll dä ins Zeugnis schriewen: "Der Ebbeshus hot bie mä georbitet, un hä war immer ehrlich bis uff de Knochen".


Keine Besserung

Emma geht zum Friedhof, ihren verstorbenen Ehemann zu besuchen. Als sie mit dem kalten Blumenwasser rumplanscht, muß sie plötzlich furchtbar schnell mal Pipi. Die Toilette ist weit und Emma sucht einen Ausweg. Da sie in ihrer Nähe allein ist, beschließt sie, sich mal schnell hinter den Grabstein zu setzen. Also gut, sie tut es, es wird schon niemand sehen. In diesem Moment kommt ein kleiner Wind auf, und ein Grashalm kitzelt Emma !! Sie macht sich hoch und ruft: "Huch, Friedrich, also weißte, Du bist doch immer noch der Ahle"


Was zuviel ist, ist zuviel

Der Herr Pfarrer bekommt eine neue Haushälterin. Er sagt ihr, wo ihr Zimmer ist und sie geht mit ihrem Köfferchen nach oben. Fünf Minuten später kommt sie schon wieder mit ihrem Gepäck herunter, und sagt: "Also, wissense Herr Pfarrer, do oben über minnem Bette, do hängt 'n Schild, un do steht druff: "BEREITE DICH VOR - DER HERR KOMMT STÜNDLICH", ich muß schon sagen, einmo bis zweimo de Woche loß ich mä jo gefallen, aber stündlich, das is mä doch 'n bisschen zu vähle, ich suche mä doch do lieber 'ne annere Stelle, und Sie sich n aneres Mädchen".


Der Fachmann

Der Henner Hoorebietel zieht mit sinnem Handwaren de Dorfstraße enlang. Als hä bie sinnem Freund, dem Karle Sack, am Hofe vorbei kimmet, steht der do mit sinner Kuh an der Leine, und guckt ganz doof us der Wäsche. Als der Henner fragt, was los is, sagt ihm der Karle, sinne Kuh hätte schon drei Tache nix gefressen, un suffen wollte se au nix. "Na, das wern mä schon gleich hon", schpricht der Henner. Hä nimmt sich ne Laterne von der Wand, stellt sich hinner de Kuh, hebt ihr den Schwanz hoch, und sagt: "So, Karle, jetzt mach der Kuh mo des Mull uff und guck rin". Als das der Karle macht, bewegt der Henner die Laterne, und fragt: "Siehste mich Karle"? "Nee" sacht der Karle. Da stellt der Henner die Lampe weg und schpricht: "Na, das honn ich mä doch glich gedacht, de Kuh hot ne ganz schöne Darmverschlingung".

Die Erlaubnis

Liesbeth spielt auf dem Hof mit Jungens. Zwischendurch geht sie zur Mutter in die Küche und sagt: "Mama, die Jungens ...". Die Mutter ist gerade mit einem Rezept beschäftigt und hört nicht hin. Nun wieder Liesbeth: "Maaama, die Juuungens...". Wieder keine Reaktion. Nach dem dritten Anlauf unterbricht die Mutter Liesbeth mit den Worten: "Ach Liesbeth, laß doch die Jungens". Da rennt Liesbeth ans Fenster und ruft hinunter zum Hof: "Juuungens, Ihr düühürft - Ich kommmme" !!!


Bademoden

Ephesus und Kupille treffen sich in der Karlsaue. Ephesus macht ein ganz bedeppertes Gesicht. Fragt Kupille: "Na, Ebbeshus, was is dann mit dä passiert, Du gickest jo, als hätten se dä de Wurscht vom Brote geklaut". "Jo", sagt der Ephesus, "ich war ewen im Fullebad, un' wollte mo ne Runde schwimmen, un do honnse mich einfach rusgeschmissen. "Warum dann", fragte Kupille. "Jo,nur, weil ich de Badehose verkehrt getragen hon". "Na, wie hostese dann getragen"? wollte Kupille wissen. "Jo", sagt der Ephesus, "In der Hand".


An der Himmelspforte

Ein Mann steht vor der Himmelstür und zieht an der großen Glocke.Petrus macht das Fensterchen auf und fragt: " Na, was möchtes Du denn, mein Junge"? Der Mann sagt: "ich möchte gerne in den Himmel". Nun fragt Petrus: "Na, mein Junge, und was haste denn auf der Erde so alles gamacht"? "Ach", sagt der Mann, "ich war von Beruf Bestattungsunternehmer". "Ach so", sagt Petrus, "da bist Du hier aber verkehrt, der Lieferanteneingang ist hinten".

Lifting

Der Karle trifft den Henner. "Na, Henner, wie geht's dä dann so? Was macht dann eijentlich dinne Schwester, die sieht me jo garnit mehr"? "Jo" sacht der Henner, "die hot sich doch jetzt liften lossen, un do honnse ihr de Haut zu kurz gemacht, un jedesmo, wenn se jetzt de Auren zuknippet,läßt se einen fahren".

Guter Rat

Das Malchen hot Hochzitt, un der kleene Bruder, des Karlchen, soll 'n Gedicht uffsaren. Also fänget hä an: "Liewes Braupaar,zum heutigen Feste, wünsch ich Euch das Allerbeste. Un nach dem Feste (Jetz hot hä den Faden verloren) nach dem Feste, äh, feste, feste, feste - un dann hot emme sinne Schwester eine geknallt.

Hochdeutsch

Kommt der Tierarzt zum Henner, weil dessen Ziege keine Milch mehr gibt. Fragt der Tierarzt: "Na, Henner, was hot dann dinne Zäje"? Sagt der Henner: "Och, ich glauwe, bie der sinn mo widder de Dutten entzunden". Darauf der Arzt: "Mensch, Henner, wie oft soll ich dä noch sachen, das heißt nit entzunDEN, sondern, bie der Zäje sinn de Dutten entzunDET".


Die Tollwut

Früher gab es in Kassel ja auch auf den Straßen die Hundefänger. Der Henner ging damals mit seinem Malchen in der Aue spazieren. Vor ihnen fing gerade ein Hundefänger einen frei laufenden Hund ein, und so fragte das Malchen: "Sachen se mä mo, warum fangense dann eijentlich die Töle do in"? Als der Hundefänger sagt, es wäre wegen der Tollwut, wollte das Malchen wissen, wie man denn die Tollwut erkennt. Der Hundefänger sagt: "Ganz einfach, das sieht man an den tränenden Augen und dem hängenden Schwanz". Daraufhin zieht das Malchen seinen Henner am Arm fort und sagt: "Sofort kimmeste mitte, Henner, awer dalli, wenn's gut geht, nehmense Dich auch noch mitte."


Ganz Dame

Die Gnädige Frau hatte zum Abend Gäste geladen! Kurz vorher sagte jedoch eine Freundin ab, sodaß eine Tischdame fehlte. In der Not nahm die Gnädige Frau ein Küchenmädchen, die Minna, zur Hilfe. Ein paar Instruktionen und ein abgelegtes Kleid von der Gnädigen Frau, und die Welt war wieder in Ordnung. Am nächsten frühen Morgen begab sich die Gnädige Frau persönlich in die Küche und fragte Minna, ob denn alles geklappt hat. Minna schwärmte, und als die Gnädige Frau fragte: "Na, Minna, hat Sie denn ihr Kavalier auch richtig als Dame behandelt"? antwortete sie: "Awer klar, gnädije Frau, das hot hä - sogar drei mo. Zwei mo uff der Kellertreppe un einmo in der Speisekammer".

Stoffwechsel

Das Malchen geht spät am Abend nach Hause und kürzt den Weg durchs Tannenwäldchen ab. Mitten im Wäldchen bemerkt sie, daß sich hinter einem Busch etwas bewegt, und ängstlich ruft sie: "Hallo, ist dort jemand"? Dann kam die Antwort: "Nee, hier ißt kinner, ganz im Gegenteil".

Der Dicke Mercedes

An einem Sonntagmorgen geht der Papa mit seinem Sohn Karlchen im Habichtswald spazieren. Auf einem Waldweg steht ein Auto, und Karlchen wird neugierig, er will schauen, was das für eine Marke ist. Nachdem Papa ja gesagt hat , geht Karlchen los und guckt. Dann kommt er, und berichtet seinem Papa: "Jo, Vatter, genau so, wie du schon immer gesacht host. Kinn Hemde am Arsch, awer nen dicken Mercedes fahren".

Prima

Der Karle war mal wieder auf dem Arbeitsamt und kommt nach Hause. Von weitem sieht er seine Frau aus dem Fenster gucken und er ruft erfreut: "Hallo Trinchen, kannst Dich freuen, ich honn ne neue Stellung". Aber sie winkt ab und ruft über die Straße: "Mensch Karle, Du ahles Schwinn, Du sott Dä lieber mo ne Arbeit besorgen".


In Nöten

Ephesus kommt noch spät aus der Kneipe und geht um abzukürzen durch die Karlsaue. Als er mitten drin ist, sieht er hinter einem Busch etwa weißes, was sich bewegt und laut stöhnt. Da er schon ein paar Schöppchen intus hat, denkt er, es könnte ja ein Geist sein, und er ruft: "He, Geist, sache mo, was witte dann?" Da kam aus dem Gebüsch die Antwort: " Mo en großes Stücke Papier".

Nordhessische Witze

Amerikaner in Nordhessen

Amerikaner in der Dorfkneipe bestellt einen Whisky. Der Wirt: " Bos wet Du? Wisse Kieh? Wisse Kieh hon meh net, meh hon nur brünge.

Unfall an der Kreuzung mit Amerikaner und nordhessischem Fahrradfahrer. Amerikaner: Why did you not stopp? I had green light and you had red light! Bos faselst Du alzt? Griehnleiht, Redleiht? Gück amo do, wie gabutt ming Foahrrod Do leiht!

Treffen auf der Straße

Wo widde dann hinne? Ins Kino. Was kimmed dann? Quo Vadis. Was heißt dann das? Wo widde dann hinne?

Nordhesse in Rom

Ein katholischer Kasseläner macht Urlaub in Rom. Er denkt sich, dass das eine gute Gelegenheit ist, zur Beichte zu gehen. Er findet auch einen Beichtvater und fängt an mit seiner Beichte: „Signore“. Darauf unterbricht ihn der Beichtvater: „ Du kannst Deutsch mit mir reden, ich bin ein deutscher Beichtvater“. Der Kasseläner fängt aber wieder an mit „Signore“. Worauf der Beichtvater nochmal zu ihm sagt: „Du kannst Deutsch mit mir reden. Ich bin kein Signore“.  Dann fängt der Kasseläner wieder an mit „Signore“. Der Beichtvater, nun schon etwas ungeduldig: „Was denn nun. Ich habe gerade was gesagt. Ich bin kein Signore“. Worauf der Kasseläner erwidert: „Nu hör mich doch mal zu Kerle. Sin Johre her, dass ich bi der Beichte wor.“

Arztbesuch

Dree ällere Wieweslühde satten meiermals in der Wicke biem Dokter im Fürrzimmer unn luhrten drupp, dat se drannkammen. Eenes Morjens waren se nur to Tweet. „Bau iss denn Dümorjen et Marie?“ „Leewe Tiet! Et wird doch woll nie krank sin?“

Schnapsbrenner

To därr Tiet, als uppem Dorpe nau fill silwest gebrannt wohr, hann sik uppem Brintsch twee „Fachmänner“ gedroppen: „Na? hässte Düttjahr denn schon watt gebrannt?“ „Jo-ho.“ „Buh isse denn geraaden?“ „Goot, ganz goot.“ „Buhfill drinscheste denn so am Daage?“ „No, so nen Liter.“ „Chott, datt is äwer nie tofill.“

Mist fahren

Een Buhre, de een wöhstes Ossengespann hadde, wollte Mist fahren. He hätt den Wagen fullgeladen, nen grauten Haupen drupp gemacht, denn Mist midem Mistbrett angekloppet unn oben dröwwer nen allen Sack gelecht, wo he sik druppsetten konnte. So toche denn im Dorpe raff tom Land. Na ner Wiele kamme mit dem fullen Wagen wider im Dorpe rupp. De Ossen hadden uppem Lanne nie angehallen, he konnte nie affstiegen, ümme afftoladen.

Dat Höhnerhuhs

Een Mührker, dämme immer de Schalk im Nacken satt, sollte im Nachbardorpe ´n Höhnerhuhs buggen. De Bührske stunt nu dabie unn kuchte to, wie he gearbeudet hät. Weil de Mührker se uppen Arm nimmen wollte, hätte gefracht, wie graut denn nu dat Höhnerloch sinn mot. „Dat weit eck doch nit.“ „Na, wenn Du als Buhrenfrugge nie wehst wie graut dat Höhnerloch sin mot, kann ick als Mührker dat schonn garnie witten.“ Nadämme he nu von err erfahren hadde, dat de Hahne dat größte Veh im Howwe war, mochte se dänn infangen unn dahin hallen, wo dat Höhnerloch hin sollte. De Mührker hadde nu sienen Spaß un hätt ümme dat Fedderveh drümmerümm gemührt.

Der Anstreicher

De Kärke sollte nije gestriken währen. De Anstrieker schwatzede biem Diakon fürr unn bott siene Arbeut an. De Diakon war der Meninje „ein Anstreicher ist aber kein Kirchenmaler“. De Anstrieker: „Unnen Diakon iss kinn Pastoore!“

Der Backofen

Twee Mührkers, de woll auck ma ganz gähren etwas deeper int Glas gekucht hann, hann im Nachbardorpe nen Backowen uut Leimen gebugget. Dat Werk war ennen woll nie so rascht gelungen, so dat se sik tom Fierabend schnell vom Howwe gemacht hann. De Bührske kuchte utem Fenster unn soh, wie de nije Owen in sik tosammen fehl. Se reep hinjern Mührkern härr:“ Fädder, he sintschet, he sintschet!“ Mit denn Wohren:“ Nei, nei, wie willn niß mei drintschen,“ hann de sik äwer de Straate raff gemacht.

De Fürrbau

Annem Huusingang war de alle Holtlaube affgeritten unnen nijer Fürrbau gemührt wohren. Als me nu dabie war, Platten up däm Fürrbau to verlägen, ümme ne als Balkon nutzen to können, kam ehner verbie, de auck immer Ratschläge verdehlen mochte. „Baurümme maaken Jie denn nu uhtgeräckend Fliesen da oben drupp unn nis angeres?“ „Tjaa, wie wollten ja engentlech Tähren, äwer wie hann de Dampwalter nie hie hauch gekricht.“

De Kärk-Gang

Am Sunndachmorgen war ne alle Frugge uppem Wäge tor Kärke. In därr Öwwerstraate wohr se von ner angeren Frugge angeschwatzet: „Mienewase, bau winn Jie denn mit der Brocke Spatsch ungerm Arme hin?“ De Wase kuchte verdutzet den Spatsch an: „Ach du leewe Tiet, jetz hawwe ick doch dat Gesangbook an de Erwet-Zoppe geschmitten.“

Bauernregel

Steut im Winter nau dat Kooren, is dat woll vergätten wooren.

De Osse

Uppem Meujerhowwe wohr nau mit Ossen gearbeudet. Een Knascht war mit eenem Gespann fürrm Eskeberger Holte biem Ackern. Stuhr, wie de Ossen nu ma waren, hadde eener kinne Lust mei unn lächte sik eenfach in de Fohre. De Knascht hätt an emme rümmgeritten unn ne angebrallt, et hätt niss gehulpen. Na ner Wiele soh he, wie de Baron upp sienem Guhle angeridden kam. In siener Naut hätt he dämm Ossen int Auhr gebrallt: „Osse stah up, de Baron kümmet!“ Eff datt gehulpen hätt, iss leider nie öwerliwwert.

De Plösteker

Een Plösteker vertallte abends inner Wirtschaft, dat se am Daage, während der Buhre uppem Fälle war, nen Hoff geplostert hadden. Et hätt auck olles goht geklappet, nur dat Schührendoor hätt uppem nijen Ploster son bitteken geknippen. Se hann et Door uutgehangen, affgeschnidden unn widder ingehangen. Et hätt ähwer immernau geknippen. Also nauma: uuthangen, affschnieden, unn widder inhangen. Nur, geknippen hädet immernau. Biem Vertällen hollte de Plösteker deep Luft:“ Jie könnent mie gleiwen, wie hadden nen ganzen Dach niss gedrunken“ - Olle waren am Lachen, weil se ne bätter kannten – „Ähwer, wie hann et Door dreema oben affgeschnidden.

De Schornschteen

Een Mührker sollte annem Buhrenhuhse ´n Schornschteenkopp uhtbättern. De Bührske, de nu kontrolehren wollte eff he wat daat, hät ne gefracht, eff se wat helpen könnte. „Jooho, Du kannst ma ´n paar Schteene rupphollen.“ Also hät se sik lausgemacht un Schteene geholt. Vom Howwe bis ungert Daak waren et goot feer Schtockwerke. Als se na ner Wiele widder frachte wat to dohn wöhr, kam de Antwort: „Schteene rupp, ools Schteene rupp.“ Na ner lonjeren Tiet frachte se widder, wat se maaken könnte. Als nu de Mührker widder sechte, dat se Schteene hauchhollen söllte, kam von ärr de Antwort, dat de Schteene olle oben wöhren. „Dat iss goot, denn kannste se widder raffbronjen, ick sieh middem Schornschteen auck reede.“

De Schriener

De Schriener hadde de Kärkenbantsche reperehrt. Nu brachte he dämm Pastoren de Rekeninje. „Na Meister“ mennte de Pastore, „die Schreinerarbeiten sind aber ganz schön teuer, wie kommt das denn?“ „Tjaa Herr Pastoore, wenn de Segen vom Lewen Gott direkt up de Menskheut kehm unn de Twiskenhandel heng nie datwisken, könnte dat ja auk wat billijer sinn.“

Ein Kranker

Een Mann, de stark verkullen war, war biem Dokter. De hätt ne ungersocht unn gefracht: „Transpirieren Sie auch stark?“ „Dat grade nie, ick schweite nur wien Beest.“

Warmer Platz

Nau fürr een paar Jahren hadden de Lühde fill mei mit dänn Handwerksbetrieben im Dorpe to dohn als tor jetzijen Tiet. Wenn de Feldarbeut dadürr war, gawet fill to repereeren unn afftoschwatzen. Besonders toor kallen Jahrestiet war et nie verkährt, ma in der Schmitte, biem Batscher oder in der Schrienerije to kucken, da wart immer warme. So kammet auck, dat eener in der Schrienerije war, weil he sik mit dem Schriener ungerhallen wollte. Direkt neben dämm Liemohwen hätt he sik up de Hüwwelbank gesatt. De Schriener war am hüwweln unn et duhrte nie lange, bis de August `n Hüwwel int Krühtze krichte. „Willem, sitte ick die auck im Wäge?“ "N a i n a i Aujust, Du bist nie im Wäge.“ Korte Tiet drupp – schwupp – hadde he widder`n Hüwwel im Krühtze. „Willem, sitte ick Die auck bestimmt nie im Wäge?“ „Nai Aujust, blief ruisch sitten.“ Als he na korter Tiet tom drittenma `n Hüwwel int Krühtze krichte: „Willem, jetz iss et mie schittegal, eff ick im Wäge sitte oder nie, jetz sette ick mick hie wei.“

Kein Alkohol

De Dokter hadde sienen Patienten ungersocht unn gaff ämme nu goode Ratschläge:“ ....und denken Sie daran, keinen Alkohol!“ „Herr Dokter, watt bruuke ick Alkohol, wenn ick Beer unn Schnaps hawwe.

Loscht upp Loscht

Een junger Kährel, de ordentlech Kärmese gefiehrt hadde, mochte am Kärmesmahndach in oller Herrgottsfröhe na Öwwerelsinjen annen Zuch. He hät sick also in sienen Lloyd geschwungen unn iss lausgefahren. Kort fürr Öwwerelsinjen kam ämme inner Kurve een angeres Auto entgiggen. Et kam, wiet kommen mochte, de Autos sinn tosammengestott. De Kommentar vom Lloyd-Fahrer biem Uhtstiegen:“ Datt hawwe ick mie gliek gedacht, Loscht upp Loscht geut nie.“

Pannkauken

Een Mann uhtem Nachbardorpe war in Elsinjen ungerwähgens. Als he nen allen Bekannten gedroppen hätt, hanse sik ne Wiele öbern Tuhn ungerhallen. Da et nu Middachstiet war, hät de ne toom Ätten ingeladen. Ätten wollte he niss, is äwer midde rinngegahn, Hie hätte nu gesehn, dat et uhtgeräckend Pannkohken gaff, de he so gähren gegätten hätt. Als ämme dat Waater im Muhle tosammen lep unn de Haupen uppem Teller ols klänner wohr, hätte gesecht: „Jie ähten den Pannkauken äwer komisk, wie ähten de ganz angers.“ „Soho? Wie ätten jie denn de Pannkohken?“ Mit dänn Wohren „ wie ähten de so“ hätte nu den Haupen uppem Teller tosammengerullt unn int Muhl geschoben.

Wille Fitscheln

Een Buhre vertallte biem Fröhschoppen, dat he im läßten Jahre up sienem Land „Am langen Lauf“ Mais gesaijet hadde. Ümme de willen Fitscheln vom Lanne afftohallen, hann de Förster dat Land inngetühnt unn am Kopponje, toom Holte hin, nau nen Hauchstand upgestallt. Da hanse denn nu Abends gesätten unn upp de Fitscheln geluhrt. Nadämme de Mais nu so wiet war dat se angefangen hann to maijen, hannse festegestallt: „De Jäger hadden de willen Fitscheln midde ingetühnt un hann Nachts up ärem Hauchstand gesätten un hannse gehott. De Beester hadden sik Bälge angefrätten, se wußten kaum toom Holte rinntokommnen.“


siehe auch

Weblinks und Quellen