Affoldern

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Kirche in Affoldern

Affoldern ist ein Ortsteil der Gemeinde Edertal mit etwa 530 Einwohnern und gehört zum Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografie

Etwa 2,5 Kilometer nördlich der Ortschaft steht die Edertalsperre. Affoldern liegt am unteren Ausgleichsbecken, dem Affolderner See.

Östlich verläuft die Bundesstraße B 485. Etwa 4 Kilometer nördlich liegt die Stadt Waldeck und 6 Kilometer südlich Bad Wildungen.

Höchste Erhebung in der Gemarkung ist der südlich gelegene Rabenstein (439 m) im Kellerwald.

Geschichte

Als Affeltra wird Affoldern um 850 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Kirche von Affoldern wird erstmalig 1425 erwähnt. Zur Pfarrei gehörten schon im Mittelalter Buhlen und Mehlen.

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fliegerbomben Teile der Edertalsperre, wodurch auch das Dorf Affoldern starken Schaden nahm. Auch das in den Jahren 1754 bis 1765 nach den Plänen des Hofbaumeisters Johann Mathäus Kitz errichtete Langhaus der Kirche wurde vernichtet und von dem Kirchturm blieb nur ein Rest übrig.

Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gotteshaus wurde nach dem Krieg in Anlehnung an die alte Kirche wieder aufgebaut und 1952 eingeweiht.

Zum 1. Januar 1972 wurde das Dorf im Zuge der Gebietsreform mit anderen Gemeinden des Edertales zur Großgemeinde Edertal zusammengeschlossen.

Im Jahr 2000 feierte Affoldern sein 1150-jähriges Jubiläum.

Kirche

Kirche Affoldern - Innenansicht

Der gotische Wehrturm der Kirche in Affoldern, mit seinen charakteristischen Wichhäusern stammt aus der Zeit um 1300.

1754 bis 1759 wurde unter dem späterem waldeckischen Baudirektor, dem Ingenieur-Leutnant Mathias Kitz, ein neues Kirchenschiff gebaut, dessen Material von dem abgebrochenen Johanniterhospital von Nieder-Wildungen stammte.

Von dieser Kirche waren bis zur Zerstörung durch die Wasserflut am 17. Mai 1943 noch der Turm und der gotische Chor erhalten geblieben. Auch das Langhaus der Kirche wurde vernichtet und von dem Kirchturm blieb nur ein Rest übrig.

Nach dem Bombenangriff auf die Edertalsperre verwüstete eine sieben Meter hohe Welle seinerzeit das Edertal und zerstörte viele Gebäude. Das Kirchenschiff war schwer beschädigt und wurde abgebrochen. Der Kirchturm erinnerte bis zum Frühjahr 1945 an die schöne alte Kirche. Dann marschierten die Amerikaner ein, es wurde wieder geschossen und die Haube des Turms stürzte brennend zusammen.

1953 begannen die Arbeiten für den Wiederaufbau, der Turmhelm wurde, wie vorher, viereckig, etwas niedriger, mit nur wenig geänderten Wichhäusern, wieder hergestellt. Am 19. Oktober 1953 waren die Arbeiten beendet und als Bekrönung wurden Knauf, Turmkreuz und Hahn auf die Kirchturmspitze gesetzt.

Schon vorher, am 17. Mai 1952 war die neue Kirche feierlich wieder eingeweiht worden.

siehe auch

Ortsteile von Edertal

Weblinks

Affoldern - Tolles Haus



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