Aegidienkirche

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Aegidienkirche

Die inzwischen entwidmete St.-Aegidien-Kirche ist ein historisches Bauwerk in Hann. Münden.

Aegidien-Kirche in Hann. Münden

Die Kirche in ihrer heutigen Form entstand erst nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nach der Explosion eines nahe gelegenen Pulvermagazins während des Kriegs waren nur noch die Sakristei und die Apsis der ursprünglichen Kirche stehen geblieben.

Die Ursprünge der Vorgängerkirche sind unklar. Während nach einer Auffassung die Kirche im Zuge der Einrichtung des Königshofes von Münden erbaut worden sein soll, was dann zeitlich vor der eigentlichen Stadtgründung liegen würde, werden andere Quellen für die These herangezogen, dass die Ursprungs-Kirche erst im Zusammenhang mit der Stadtgründung Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden ist. Danach waren die Vorläufer der heutigen St. Aegidien-Kirche eine Kapelle (um 1150) und eine gotische Kirche, von der heute das Kreuzgewölbe im Altarraum und in der Sakristei erhalten sind.

Nach dem Wiederaufbau der Kirche kam erst im Jahre 1733 der weithin sichtbare Turm hinzu. Das Geläut der St. Aegidienkirche wurde im Jahr 1873 zunächst mit nur einer Glocke angeschafft. Dieses Glocke wurde aus einer Haubitze des deutsch-französischen Krieges gegossen. 1973 erhielt die Kirche drei neue Bronzeglocken, über deren Ankunft im Oktober die Mündener Allgemeine ausführlich berichtete.

Doktor Eisenbart

Grabplatte des Dr. Eisenbart an der Kirche

Der berühmte Wundarzt Doktor Eisenbart ist am 11. November 1727 in der Kirche beigesetzt worden. Er fand unter dem Kirchenfußboden im Chorraum, vor dem Altar, seine letzte Ruhe. An ihn erinnert heute eine barocke Grabplatte.

Entwidmung

Die Aegidien-Kirche wurde 2006 entwidmet. 2008 kaufte Bernd Demandt das Gebäude für einen symbolischen Euro. Am 1. Mai 2010 eröffnete er in dem ehemaligen Gotteshaus ein Café.[1]

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Eintrag im Wiki-Göttingen

Weblinks