Adolfstraße

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Die Adolfstraße in Kassel
Die Adolfstraße wurde benannt nach dem Vornamen einer bislang unbekannten Privatperson, wahrscheinlich dem Vornamen des Erbauers dieser Straße.

Die Adolfstraße gehörte bis zur Eingemeindung 1899 zum Dorf Wehlheiden und besteht schon seit über 100 Jahren. Erstmals erwähnt wird sie im Kasseler Adressbuch 1892. Von der Wilhelmshöher Allee neben der Ingenieurschule zweigt die Adolfstraße ab und führt direkt auf die Emilienstraße zu.

Etwas versetzt wird die Adolfstraße als Treppe zur Tischbeinstraße geführt, überquert diese und beginnt dort wieder als Fußgängerweg. Nach etwa 100 Metern verbreitert sich die Adolfstraße wieder zu einer normalen Wohnstraße. Auf dem weiteren Verlauf werden die Heckerstraße, die Helmut-von-Gerlach-Straße, die Heinrich-Heine-Straße und die Belgische Straße berührt bevor sie in die Ludwig-Mond-Straße mündet.

Interessant ist heute das Gebäude der Vermittlungsstelle der Telekom (Nr. 44 - 46). Das 1994 nach Plänen von Vladimir Nikolic erbaute Gebäude besteht aus einem schrägliegenden Monolith, der das ursprüngliche Gebäude aus dem Jahr 1962 verbindet.

Adolfstraße vor der Zerstörung Kassels

Vor der Zerstörung Kassels befand sich am Beginn der Adolfstraße der Wilhelmsplatz, durch den die Wilhelmshöher Allee führte. Der runde Wilhelmsplatz besteht heute nur noch als Torso, heute Rathenauplatz. Auf alten Stadtplänen kann man erkennen, dass der Wilhelmsplatz eine runde Form hatte und noch ein Stück der rechten Straßenseite der Adolfstraße beanspruchte. Auf dieser Straßenseite befand sich eine halbhohe Mauer mit einem Staketenzaun. Hinter dieser Mauer befanden sich schöne alte Kastanienbäume, die zum Gelände der Hessischen Aktienbrauerei und zum sogen. Aktienpark gehörte. Im unteren Bereich der Adolfstraße befanden sich die Brauereigebäude.

Zum Aktienpark gehörte auch die große Faßhalle, die wegen ihrer äußeren Form so genannt wurde. Sie enthielt einen der größten Säle in Kassel. Die Bebauung der linken Straßenseite wurde damals unterbrochen von der Kasseler Reit- und Fahrschule. 1931 wurde geplant, die Adolfstraße mit einer Brücke zu verlängern, um so eine Verbindung zur Frankfurter Straße zu schaffen. Dieser Plan wurde aber nie ausgeführt.

Bis zur Kriegszerstörung befanden sich in der Adolfstraße auch das Hotel Reichsadler und die Bezirksstelle der "Mütterberatung".

Nach dem Wiederaufbau verschwand der Aktienpark und es entstand auf dem Gelände die Ingenieurschule. Nur noch ein paar Bäume erinnern an ihn. Die Adolfstraße wurde bis zur Wilhelmshöher Allee verlängert.

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