Adolf Lang

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Viele hoffnungsvolle junge Musiker hat Adolf Lang auf ihren ersten Karriereschritten begleitet: Von 1987 bis 2008 war der Musikwissenschaftler verantwortlich für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Nordhessen. Am 13. Dezember starb Adolf Lang an einer langwierigen Krebserkrankung, kurz bevor er seinen 76. Geburtstag feiern konnte.

Von 1987 bis 1999 war Lang Geschäftsführer des Internationalen Arbeitskreises für Musik, der damals seinen Sitz in Kassel hatte. Er gehört zu den Mitbegründern der Musikschule Kassel in freier Trägerschaft und wirkte in deren Vorstand mit, er war im Landesmusikrat Hessen tätig, half nach der Wende, dieselbe Einrichtung in Thüringen aufzubauen, er gehörte dem Vorstand des Deutschen Musikrates an und der Versammlung der Hessischen Landesmedienanstalt.

Das Musikleben zu fördern wo immer das möglich ist, war Lang ein Herzensanliegen. Dazu trug er auch als Musikkritiker der HNA bei, und er versah zeitlebens Kantorendienste, zuletzt in der Heilig-Kreuz-Kirche Fuldatal.

So sehr sich Adolf Lang in Nordhessen engagierte, es war nur seine zweite Heimat. Am 20. Dezember 1933 in Weiden in der Oberpfalz geboren, verbrachte Lang seine ersten Lebensjahrzehnte in Franken.

Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Romanistik und Anglistik in Erlangen und Montpellier arbeitete Lang zunächst an der Uni Erlangen und wurde 1963 Stadtarchivar im mittelfränkischen Ansbach. Dort leitete er auch das Markgrafenmuseum.

Bei den Bachwochen Ansbach engagierte sich Lang und betreute deren Almanach bis 1991. Auch als Cembalist und Dirigent trat Lang in Ansbach auf. Mit zahlreichen Veröffentlichungen zur fränkischen Geschichte machte sich Lang, der den fränkischen Zungenschlag nie ablegte, um seine Heimat verdient.

Bereits 1961 hatte er seine Frau Jutta geheiratet, mit der er drei Kinder hatte, zwei Söhne und eine Tochter. Ihr Zuhause wurde die Gemeinde Ahnatal. Von dort aus koordinierte Lang seine zahlreichen Tätigkeiten. Doch nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2003 zog sich Lang etwas zurück.

Ehrungen hat Adolf Lang viele erhalten. Am meisten freute er sich über den überaus wohlklingenden Titel „Officier de l’Ordre Européen du Mérite“ aus Luxemburg.