Adam von Trott zu Solz

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Widerstandskämpfer dam von Trott zu Solz
Adam von Trott zu Solz (19091944) war Jurist, Diplomat und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Von Trott war ein enger Vertrauter von Claus Graf Schenk von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze das Attentat auf Hitler verübt hatte.

Werdegang

von Trott zu Solz wurde 1909 in Potsdam geboren. Von 1922 bis 1927 besuchte er das Gymnasium in Hann. Münden. Dort machte er auch Abitur. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und wurde in Göttingen im Bereich Völkerrecht promoviert. Von 1931 bis 1933 besuchte er als Rhodes Scholar die Universität Oxford. Ab 1940 war er im Auswärtigen Amt beschäftigt.

Widerstand gegen das NS-Regime

Adam von Trott zu Solz sah die Beseitigung Hitlers als Voraussetzung für einen Sturz des nationalsozialistischen Regimes an und setzte sich auf zahlreichen Reisen unter großer persönlicher Gefahr für internationale Unterstützung ein. Er war ein naher Freund Claus Schenk Graf von Stauffenbergs, mit dem er eng zusammenarbeitete.

Nach dem gescheiterten Hitler-Attentat wurde der Diplomat am 26. August von den Nazis in Berlin-Plötzensee erhängt, nachdem er zuvor von dem Nazi-Richter Freisler wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden war.

In einem Abschiedsbrief schrieb Adam von Trott zu Solz an seine Frau: „Gott behüte Dich - ich weiß, daß Du Dich nicht unterkriegen lassen und daß Du Dich zu einem Leben durchkämpfen wirst, in dem ich Dir innerlich weiter zur Seite stehe, wenn Du auch anscheinend ganz allein bist.“

Privatleben

Adam von Trott zu Solz war mit seiner Frau Clarita verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder und war vier Jahre verheiratet. Die älteste Tochter wurde 1942 geboren und heißt Verena. Die jüngere Tochter bekam den Namen Clarita.

Seine Frau Clarita starb am 28. März 2013. Sie wurde 95 Jahre alt. Die Ärztin hatte sich in der Stiftung Adam von Trott stark für die Friedensarbeit eingesetzt.

Gedenken

An den Widerstandskämpfer, der nur 35 Jahre alt wurde, erinnert in Bebra - Imshausen auch ein großes Kreuz, das als Mahnmal über den Bergkuppen errichtet wurde.

Die Stadt Hann. Münden hat Adam von Trott zu Solz ein Denkmal gesetzt. Der Platz am Bahnhof ist seit 2011 aufgrund eines Ratsbeschlusses nach dem Widerstandskämpfer benannt, unweit von dem Hinweisschild steht ein Stele. Der Bildhauer Ekkahart Bouchon hat aus Holz den Kopf gestaltet, der Steinmetz Peter Bormann den Sockel. Die Ehrung des Mannes, der als Mitglied der Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ auf einen Regimesturz hinarbeitete und der ein demokratisches Deutschland wollte, geht auf die Initiative vieler Mündener zurück. Beteiligt waren Schüler und Lehrer des Grotefend-Gymnasiums, Rat und Verwaltung der Stadt, der Verein Erinnerung und Mahnung sowie Mündener Bürger.

Stammsitz

Das Herrenhaus Imshausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist der Stammsitz der Familie von Trott zu Solz aus dem 18. Jahrhundert und seit 1986 Sitz der Stiftung Adam von Trott. Die Familie gehört zum Uradel Hessens.

siehe auch

Weblinks und Quellen