Abdoulaye Konaté

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das documenta-Lexikon
Buchstaben: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Index


Abdoulaye Konaté ist ein Künstler aus Mali (Jahrgang 1953), der an der documenta 12 teilgenommen hat.[1]

Leben und Werk

Konaté studierte Malerei. Seit einigen Jahren gestaltet Konaté - in Annäherung an die Tradition in seiner Heimat - in Form von Wandbehängen und Stofftüchern. In ihnen fand er das Medium, in dem er alles ausdrücken kann. Seine drei Kasseler documenta-Arbeiten belegen das.

Konaté und die documenta

Über dem unteren Ausgang in dem großen Saal der documenta-Halle hängt das Stoffbild "Symphonie Bleue". Es besteht aus herzunterhängenden Stoffstreifen, die im unteren Bereich hellblau ansetzen und nach oben tiefblau werden. Wahrhaftig eine Farbsymphonie - Malerei mit anderen Mitteln.

Ebenfalls in der documenta-Halle hängt eine Vierergruppe von Stoffbildern ("Gris-Gris pour Isreal et la Palestine"). Die Bildteppiche beschwören eine Vision - die Verständigung zwischen den beiden Völkern und Staaten, denn in den Bildern kommen die Palästinensertücher und die israelische Nationalflagge zusammen.

Die dritte Arbeit ("Bosnie Angola Rwanda") ist im hinteren Bereich des Aue-Pavillons zu sehen: An der Wand hängen vor einem roten Stoff vier weiße Tücher. Dadurch, dass aus ihnen Stücke herausgerissen sind, wirken sie dank des dahinterliegenden roten Stoffes, als seien sie mit Blut getränkt. Sie gemahnen an das Leid und die Völkermorde. Darunter liegen auf einer Stoffbahn zur Erinnerung an die getöteten Menschen Kleidungsstücke auf- und nebeneinander.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Wikipedia-Eintrag zu Abdoulaye Konaté in englischer Sparche