813

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Ereignisse

In zwei 811 und 813 von Karl dem Großen zu Aachen ausgestellten Urkunden (Diplomen) werden die (alt-)-(nieder-)sächsischen Edlen Bennit und Asig erwähnt. Deren Väter Amalung und Hiddi, die in Wolfsanger (Wulvisangere) mit Franken und Sachsen zusammen wohnten, wahrscheinlich seit Ende der Sachsenkriege (um 778) als fränkische Königsleute, hatten auf der gegenüberliegenden Seite der Fulda im damals geschlossenen Waldgebiet "Waldesbecci" und "Hauucabrunno" zwei Siedlungsplätze, Bifang genannt, gerodet und sich dort niedergelassen, da sie sich in Wolfsanger als Emigranten nicht wohl fühlten und die sächsischen Stammesgenossen ihnen wegen Kollaboration nicht wohlgesonnen waren. Als die Königsboten das Waldgebiet 811/13 für den Kaiser und König Karl als "Allod" requirieren und feststellen wollten, stießen sie auf die Siedlungen. Da Amalung und Hiddi als "übergelaufene" Sachsen an Karls Seite gekämpft hatten stand ihnen aufgrund ihrer Verdienste Dank und Anerkennung zu. Auf Bitten der Söhne Amalungs und Hiddis, Bennit und Asig bestätigte Kaiser Karl den Besitz der beiden Orte mit genau festgelegten Flurgrößen. Aus Bennits Namen wird Benterode, aus Asigs Namen Escherode abgeleitet.

Benterode und Escherode sind heute Ortsteile der Gemeinde Staufenberg im Landkreis Göttingen.

Das unmittelbar über die Fulda westlich benachbarte Wolfsanger ist als Wolfsanger-Hasenhecke Stadtteil der kreisfreien Stadt Kassel.