1998

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Sonstige

Das Schloß bleibt ohne Kuppel

Im Sommer 1998 begann die Sanierung von Schloß Wilhelmshöhe. Die „Alten Meister” sollen in neuem Licht erstrahlen. Seit vielen Jahren gefordert, blieb das Millionen-Projekt dennoch umstritten.

Endlich war es soweit. Im Sommer 1998 begann nach neun Jahren des zähen Ringens um die Kosten die Sanierung von Schloß Wilhelmshöhe. Und doch war eine immer größer werdende Gruppe von Menschen alles andere als zufrieden mit den vorgelegten Plänen. Sie setzte sich für die Rekonstruktion des Kuppeldaches ein, das die Nachkriegsgeneration nur aus historischen Bildern kannte.

Wer die Auseinandersetzung verstehen will, muss viele Jahre Stadtgeschichte Revue passieren lassen. Die Brandbomben im Januar 1945 zerstörten mehr als nur ein Gebäude. Das Schloß mit seinem Kuppeldach blieb für viele Menschen ein Symbol für die im Bombenhagel untergegangene Identität Kassels. Hier hatten die hessischen Landgrafen und Kurfürsten ebenso residiert wie später Kaiser Wilhelm II., der bis 1918 regelmäßig einige Sommertage in Wilhelmshöhe verbrachte.

Über die äußere Gestalt des Schlosses wurde auch früher schon gestritten. Anfang der 60er Jahre ging es darum, ob die Zwischenflügel beim Wiederaufbau erhalten bleiben sollten. 1970 war das Schloß endlich soweit hergestellt, dass es für das deutsch-deutsche Gipeltreffen zwischen Brandt und Stoph genutzt werden konnte. Es sollte noch weitere vier Jahre dauern, bis es wieder für die Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Ohne Kuppel machte sich Schloß Wilhelmshöhe seit 1974 als Ausstellungsort einen Namen. Mit den „Alten Meistern” konnte man eine der bedeutensten Galerien Europas präsentieren.

Ein Anschlag sorgte 1977 für einen Schock. Rembrandts weltberühmtes Bild „Der Segen Jacobs” wurde bei dem Säureattentat beschädigt. Restauratoren retteten das Bild und legten bislang ungesehene Schichten frei.

Ein gutes Jahrzehnt später dann wieder Gefahr für die „Alten Meister”. Im Schloß bildete sich immer wieder Kondenswasser, die gesamte Nachkriegskonstruktion hatte erhebliche Mängel. Zunächst war das Land lediglich bereit, rund 15 Millionen Mark zu investieren. Später wurde dann kräftig aufgestockt, die Dachkonstruktion blieb aber weiter umstritten.

Ein Glassatteldach sollte für optimale Lichtverhältnisse sorgen, so die Position des Landes. Dagegen standen 30 000 Unterschriften, die die Bürgerinititative für die Rekonstruktion der im Krieg zerstörten Kuppel sammelte.

Der Einsatz war vergebens, die Kuppel gehört vorerst der Vergangenheit an. Bis zum Sommer 2000 sollen die ausgelagerten „Alten Meister” wieder in das Schloß zurückgekehrt sein. Dann wird man sehen, wie das neue Oberlicht die Bilder von Rubens, van Dyck, Tizian oder Frans Hals zur Geltung bringt.

Abfallabgabe scheitert vor dem Verfassungsgericht

Im Mai kam das Aus des Bundesverfassungsgerichts für die Kasseler Verpackungssteuer. Die hatte seit 1992 bundesweit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und zahlreiche Nachahmer gefunden. Entsprechend groß war das Interesse an der juristischen Auseinandersetzung über die Rechtmäßigkeit der Steuer. Immerhin hatte Kassel bislang in jeder Instanz den Produzenten von Einwegverpackungen erfolgreich die Stirn geboten und vielfach für ein Umdenken gesorgt.

Diesen Erfolg konnte das Bundesverfassungsgericht nicht mehr rückgängig machen. Das stellte zwar fest, daß das Abfallrecht Sache des Bundes sei und eine Stadt wie Kassel da keinen Sonderweg gehen dürfe. In der Praxis hatte sich die von gut 40 Kommunen übernommene Steuer aber längst bewährt.

Ausnahmsweise ging es einmal nicht um höhere Einnahmen und möglichst viel Geld für den angeschlagenen Haushalt. Die Steuer auf die zum größten Teil völlig überflüssigen Verpackungen hatte die Abfallvermeidung zum Ziel. Warum soll man bei einem Fest das Bier aus einem Plastikbecher trinken und den dann wegwerfen? Warum reicht es nicht, die Bratwurst im Brötchen und ohne Pappuntersetzer zu verkaufen? Mittlerweile gehören auch bei größeren Festen Gläser zur Standardausrüstung - und Spülmobile auch. Ob das auf die Dauer auch ohne Verpackungssteuer klappt? (tos)

Wahlkampf in der Stadthalle

Vier Wochen vor der Bundestagswahl traten die Spitzenkandidaten von CDU und SPD in Kassel auf. Auf dem Königsplatz jubelten tausende von Menschen Helmut Kohl zu. In der Stadthalle kämpfte einen Tag später der Herausforderer Gerhard Schröder ebenfalls vor einer großen Kulisse um Stimmen. Neben ihm auf der Bühne der noch amtierende Hessische Ministerpräsident und ehemalige Kasseler Oberbürgermeister Hans Eichel. Er sollte weniger Monate später Finanzminister unter Kanzler Schröder werden.

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