1997

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Sonstige

Umstritten wie keine zuvor: die d X

620 000 Gäste aus aller Welt kamen im Sommer 1997 zur documenta X nach Kassel. Die letzte Weltkunstausstellung des Jahrtausends löste heftige Kontroversen aus.

Am 20. Juni öffnete die documenta X ihre Pforten und wie immer, wenn die Weltkunstausstellung in Kassel stattfindet, war die Stadt voller Kunst, voller Gäste, bunt, anregend und lebendig. Nie zuvor hatte eine documenta ein so heftiges und kontroverses Eche ausgelöst wie die dX mit ihrer künstlerischen Leiterin Catherine David. Immer wieder sorgte die Französin mit provokanten Äußerungen schon im Vorfeld für Irritationen, das Konzept der Retroperspektive wurde als zu theorielastig kritisiert, man vermißte Außenskulpturen und Malerei, reklamierte sinnliche Erfahrungen. Bei der Eröffnungspressekonferenz gab es Buhrufe und Kritik, weil Madam einmal mehr kratzbürstig und herablassend auf Fragen reagierte.

Doch am Ende waren 620 000 Besucher über den Parcours gewandert, auf dem Catherine David zwischen Kulturbahnhof und Fuldaufer ihre documenta präsentierte. Die documenta-Halle wurde zum allabendlichen Treffpunkt, wenn in der Reihe "100 Tage - 100 Gäste" Künstler, Schriftsteller, Philosophen und Theoretiker den Dialog mit dem Publikum suchten. Bis zuletzt blieb die dX umstritten. Während die einen bei ihrer Ablehnung blieben, lobten andere, daß David ihre kritische Sicht auf die bildende Kunst in eine kulturelle Bestandsaufnahme einbezogen und den Kunstbegriff im Diskurs mit Intelektuellen erweitert hatte.

Nicht nur die Reihe "100 Tge - 100 Gäste" fand große Resonanz beim Publikum, auch die documenta-Filme im Bali und die Theaterskizzen, die internationale Teams während der Kunstschau konzipierten und dann an acht Spielorten entlang des Parcours aufführten, wurden zu viel beachteten Events.

Zum Abschied öffnete die dX noch einmal bis 24 Uhr und rund 3000 Besucher nutzten die lange documenta-Nacht zu einem letzten Gang über den Parcours. Blieben ein letztes Mal stehen im Südflügel des Kulturbahnhofs, wo sich im Raum verteilte Einzelstücke aus einem bestimmten Blickwinkel zum Stuhl von Mattew Ngui zusammensetzten, hielten inne in der Unterführung vor dem Leuchtkasten mit Jeff Walls Fotografie "Milk", verharrten im Fridericianum in den Seven Rooms von Richard Hamilton (der den Bode-Preis erhielt), gingen durch die Installation von Lygia Clark im Ottoneum, vorbei an der "Röhrentapete" von Peter Kogler in der documenta-Halle bis zum "Haus für Schweine und Menschen" von Carsten Höller und Rosemarie Trockel am Fuldaufer.

Kommunalwahl: Klare Verhältnisse im Stadtparlament

Für klare neue Verhältnisse in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung sorgt die Kommunalwahl. 36 Prozent der abgegebenen Stimmen gewinnt die SPD, auf die CDU entfallen 33 Prozent, 15, 6 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben sich für die Grünen entschieden, alle anderen sind draußen. Mit 3,3 Prozent scheitert die FDP ebenso an der 5-Prozent-Hürde wie die Republikaner mit 4,6 Prozent. Eine Koalition aus SPD und Grünen löst die CDU-FDP-Koalition ab, die Christdemokraten wandern in die Opposition.

Im Landkreis entscheiden sich 52 Prozent für die SPD, 27,9 Prozent für die CDU, 9,8 Prozent für Bündnis 90/Die Grünen und 2,8 Prozent für die FDP, die damit ihr Ergebnis halbiert und ihre fünf Sitze im Kreistag einbüßt. Aus der Direktwahl des Landrats geht Amtsinhaber Udo Schlitzberger mit 57,1 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor.

Prinz Charles auf dem Öko-Trip in Wilhelmshöhe

Hunderte Schaulustiger drängten sich am 12. Mai in Wilhelmshöhe, um einen Blick auf seine Königliche Hoheit zu erhaschen. "Weil uns heute Prinz Charles besucht, öffnen wir erst um 13.30 Uhr", verkündete ein Schild an der Tür zum Schmanddibben. Der englische Thronfolger war nach Kassel gekommen, um sich über Bio-Marketing zu informieren. Ein Hubschrauber setzte den königlichen Gast vor Schloß Wilhelmshöhe ab. Bei seinem Einkaufsbummel machte Prinz Charles Station im Schmanddibben in der Kunoldstraße, schüttelte freundlich Hände, streichelte Hunde und nahmBlumensträußchen entgegen. In der gepanzerten Limousine ging es weiter zum wenige Schritte entfernten Alnatura in der Wilhelmshöher Allee - Sicherheitsvorschriften. Auch dort gab sich der Prinz volksnah, suchte den Kontakt mit dem Publikum, hatte für jeden ein freundliches: "Guten Tag, wie geht‚s?". Nicht nur ältere Damen waren entzückt vom charmanten Auftritt des Prinzen. Die Kasseler Sicherheitskräfte atmeten auf, als der Troß der schwarzen Staatskarossen nach etwa einer Stunde Richtung Witzenhausen und zum Gut Kragenhof aufbrach. Absperrgitter und Halteverbotsschilder wurden abgeräumt, die Läden waren wieder geöffnet fürs Volk.


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