1980

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Sonstige

Richtungsstreit an der GhK

Reformhochschule oder Chaos-Uni: Nach der Wahl Professor Daxners zum GhK-Präsidenten stoppte Kultusminister Hans Krollmann die Reformphantasien.

"Ich hoffe, daß ich dieser Hochschule ein guter Präsident sein werde, und daß sich auch der Kultusminister davon überzeugen läßt!" Beide Wünsche von Professor Michael Daxner gingen nicht in Erfüllung. Als der Konvent der Gesamthochschule Kassel (GhK) mit seiner studentischen und gewerkschaftlichen Mehrheit den 32jährigen Hochschuldidaktiker Daxner aus Osnabrück als Nachfolger für den in der Abstimmung unterlegenen Präsidenten Ernst von Weizsäcker wählt, ist der Konfrontationskurs mit der hessischen Landesregierung programmiert.

Die GhK war zwar eine Reformhochschule, doch was mit der Wahl Daxners, der von den Basisgruppen eine Latzhose als "Symbol von Verweigerung gegen die Normen der Gesellschaft" als Geschenk erhält, an inhaltlichen Veränderungen auf die junge Hochschule zukommen könnte, läßt Wiesbaden nicht kalt.

Am 13. Oktober ist es dann vorbei mit den ungezügelten Reformphantasien in Kassel. Kultusminister Hans Krollmann macht von einem einzigen Satz im Gesetz Gebrauch: Er muß nämlich die Wahl des Präsidenten bestätigen - und das genau tut der Minister nicht. Er habe Zweifel, so Krollmann, ob Daxner das Ziel der Landesregierung, die Kasseler Hochschule möglichst schnell dem Qualitätsanspruch herkömmlicher Hochschulen anzugleichen, unterstützen werde.

Krollmann begründete das Ganze mit den extremen Positionen Daxners: Der lehne allgemeine Maßstäbe für Forschung ab, die "in diesem Land gängigen Überprüfungsverfahren für Bewerber in den Staatsdienst" betrachte er als rechtswidrig und wolle die Hochschule im Kampf gegen die Nutzung von Kernkraftwerken einsetzen. Diese Positionen habe Daxner schriftlich bestätigt.

Dem in der Bundesrepublik einmalige Vorgang, einen gewählten Hochschulpräsidenten nicht zu bestätigen, folgten wütende Proteste, der GhK-Konvent stimmte später einer Klage zu. Auch Daxner erhob weiter Anspruch auf sein Präsidentenamt. Bis zum 7. November. Da erklärte Daxner seinen Verzicht, er wolle durch einen langen Rechtsstreit nicht dafür sorgen, daß die GhK führungslos bleibe.Daxner wurde später zum Präsidenten der Universität Oldenburg gewählt.

Werksbesetzung, Hungerstreik: Kampf um Enka

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Betriebsratsvorsitzender Helmut Haase informierte ohne Absprache mit der Werksleitung die Öffentlichkeit über die bevorstehende Schließung des Enka-Werkes mit seinen 840 Arbeitsplätzen. Das zur Enka AG in Wuppertal (Muttergesellschaft: Akzo in den Niederlanden) gehörende Werk stellte Polyesterfasern und Polyamidfasern her. Werksleiter Manfred Schütze betonte zwar, es gebe noch keinen Vorstandsbeschluß, doch die Beschäftigten kämpften um ihre Arbeitsplätze. das Werk wurde bis Ende des Jahres besetzt, im nächsten Jahr erneut. Helmut Haase trat in den Hungerstreik. Doch alles nützte am Ende nichts: Das Enka-Werk Kassel wurde geschlossen. Betriebsratsvorsitzender Helmut Haase gab daraufhin sein Bundesverdienstkreuz zurück.

Staatsbesuch: Tausende wollten Giscard sehen

Als der französische Staatspräsident Giscard d'Estaing am Kasseler Rathaus vorfuhr, hätten er und die Menge besseres Wetter verdient gehabt. Nieselregen begleitete den Politiker auf seinem Besuch in Kassel. Den Guß von oben begleitete das sogenannte Bad in der Menge: Immer wieder mußte Giscard Hände schütteln, eine Kasselerin überreichte ihm eine rote Rose.

Das weitere Rahmenprogramm hatte die üblichen Eckwerte: Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, Besuch der Gemäldegalerie im Schloß Wilhelmshöhe, Wasserspiele, Abendessen im Schloßhotel mit feinsten Speisen, erlesenen Weinen und ausgesuchten Gästen.

Vorher hatte Hessens Ministerpräsident Holger Börner dem Staatsgast beim Small-Talk beim Blick über die Kasseler Senke erklärt: "Dort drüben, hinter den Bergen" - da sei der andere Teil Deutschlands, die DDR.


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