1979

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Sonstige

7000 am längsten Tisch der Welt

Im letzten Jahr der 70er feiern die Kasseler sich selbst, ihr neues Wahrzeichen und die freie Fahrt am Weinberg.

Die ältere Dame stand mitten im Trubel auf der Königsstraße - etwas verloren, ein bißchen orientierungslos. Sie wartete auf die Straßenbahn - vergeblich. Da kamen zwei junge Männer, hakten die alte Dame unter und brachten sie zur Ausweich-Haltestelle. Und plötzlich lächelte die Frau: "Ich hätten nicht geglaubt, daß Kassel so jung ist. Überall sieht man fröhliche Gesichter".

Kein Wunder: Kassel feierte sein erstes Stadtfest in der City, und Hunderttausende kamen. Zum Auftakt zählte man 120 000 feiernde Nordhessen in ihrer Hauptstadt, am letzten Tag der einwöchigen Riesen-Fete waren es nochmal knapp 100 000 - trotz insgesamt nicht gerade freundlichen Wetters...

Manche beklagten, daß es ein Fest der Pleiten und Pannen war - ständig mußte das Programm umgeworfen werden. Andere lobten dagegen die Spontaneität, das Improvisationstalent von Veranstaltern und Gästen. "Die Bürger in der Stadt beweisen", schrieb die HNA damals, "daß nicht administrativ verordnete Lustigkeit und Geselligkeit ihre vielen Gesichter offenbart, sondern eigene Spontaneität. Mitmachen, miterleben, einfach da sein - ob nun kritisch, nachdenklich oder in die Zeit hineinbaumelnd - das gab dem Wochenfest eine eigene Prägung".

Und einen Weltrekord am letzten Tag gab es obendrein: 7000 Menschen ließen sich in der Königsstraße am längsten Tisch der Welt nieder, um beim Messer- und Gabel-Finale mitzumachen. Die Stadt beantragte ob des Erfolges einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde.

Eine wirkliche Weltsensation hatten die Kasseler bereits am 13. Januar bestaunt. An diesem Tag feierte der Laser-Strahl nach 1977 (documenta 6) ein zweites Mal Premiere am Kasseler Himmel. Pünktlich um 17.55 hatte Kassels Oberbürgermeister Hans Eichel das Signal für das neue Wahrzeichen der Stadt gegeben - um 18 Uhr zuckte dann der gelbgrüne Argon-Strahl durch den dunklen Himmel.

Möglich wurde das Erstrahlen des Lasers durch eine Spende von HNA-Verleger Rainer Dierichs. Der Künstler Horst H. Baumann, der die Licht-Skulptur erschuf, bedankte sich denn auch artig und nannte Dierichs einen "hochherzigen Stifter".

Wer die zweite Premiere des Lasers am Rathaus miterlebte und per Auto in die Innenstadt gekommen war, mußte sich am Weinberg noch durch eine Baustelle quälen. Am 8. November hatte derlei Ungemach für die motorisierte Bevölkerung ein Ende: Endlich hieß es freie Fahrt am Weinberg. Auf der Frankfurter Straße rollte zwischen Heckerstraße und Trompete wieder der Verkehr. Als erste Fahrerin, die über den neuen, glatten Asphalt brauste, bekam Regina Richter aus Baunatal einen Blumenstrauß überreicht.

Sage und schreibe vier Jahre und sieben Monate lang hatte man gebuddelt, 14 Millionen Mark wurden in den Sand gesetzt oder anders ausgedrückt, in eine moderne, breite Bundesstraße investiert. Ein Teil der Frankfurter Straße ruht nun auf einem 45000-Kubikmeter-Damm. Der Boden im Tal der ehemaligen Hofbleiche mußte bis zu 14 Meter hoch aufgeschüttet werden, er hat ein Gewicht von über 100000 Tonnen.

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die Stadt Kassel gewaltige Anstrengungen unternommen, um die Frankfurter Straße als Verkehrsschlagader auszubauen. Sie ist eine alte Heer- und Handelsstraße, die vom Main her die hessische Landschaft öffnete und ihr als Brücke nach Mittel- und Norddeutschland einen geschichtlichen Rang verlieh. Es entstanden schließlich vierspurige Straßenstücke, mit zwei Ausnahmen: Eben am Weinberg und in Niederzwehren.

Das Nadelöhr in Zwehren war 1979 schon lange Vergangenheit - am Weinberg dagegen staute sich der Verkehr auf rutschigem Kopfsteinpflaster.

Unfall: Schwein auf Abwegen

Dieses Schwein hatte kein Schwein: Die Polizeibeamten Wolfgang Grosche und Reinhold Keppler fingen es an der Autobahn-Anschlußstelle Wilhelmshöhe ein. Arbeiter der Autobahnmeisterei hatten gesehen, wie das Borstenvieh auf der Autobahn umherirrte und die Polizei gerufen. Da das Tier verletzt war, mußte es getötet werden.

Kurhessenhalle: Großwildjagd auf Kuh

Großwildjagd in der Kurhessenhalle: Am 13. November riß sich beim Verladen eine Kuh los, stürmte ins Büro und zertrümmerte das Mobiliar. Als das Rindvieh sich nicht bändigen ließ, rückte die Polizei an. Schließlich wurde das wilde Tier zum Abschuß freigegeben - Kurt Hugo, Hobby-Jäger, rückte mit seinem Jagdgewehr (Großwildkaliber) an. Ein sicherer Schuß - um 10.49 hatte die Kuh ihr Leben ausgehaucht.


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