1973

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Ereignisse

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  • 17. August: Heinz Rühmann kommt nicht als „Quax der Bruchpilot” nach Kassel. Sauber setzt der 72-jährige seine Sportmaschine auf dem Flugplatz Calden auf. Der Schauspieler kam aus München zur Premiere seiner Filmkomödie „Oh Jonathan, oh Jonathan”, mit der das frisch renovierte Kaskade-Filmtheater eingeweiht wurde.

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November

  • Wabern bekommt ein eigenes Wappen. Der Heraldiker Heinz Ritt aus Bad Nauheim (Wetteraukreis) entwarf es mit Reiher, "C" und Zuckerrübe. Der Reiher sollte an die großen Jagden der Landgrafen erinnern, das C war Landgraf Carl gewidmet. Die Rübe war als Hommage an die heimische Industrie gedacht.
  • In Guntershausen geschieht eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte der Deutschen Bahn

Dezember

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Sonstige

Sparen mit Wasser und Benzin

Im Sommer 1973 wurde in Kassel das Wasser knapp, im Winter das Benzin. Mit beidem mußte die Bevölkerung sparsam umgehen. Die Ölkrise hatte vier autofreie Sonntage zur Folge

Pferdekutschen, Fahrradfahrer und Rollschuhläufer prägten das Bild an Ampelkreuzungen und auf den großen Verkehrsadern. Autos waren nur ganz vereinzelt - mit Ausnahmegenehmigung - unterwegs. Kinder nutzten die wegen der Ölkrise leergefegten Straßen als Spielplatz. An den insgesamt vier autofreien Sonntagen im November und Dezember herrschte weitgehend Ruhe in der Stadt. Die KVG lockte die autolosen Bürger mit Zusatzangeboten: Zwölf weitere Straßenbahnzüge und 20 zusätzliche Busse waren am ersten autofreien Sonntag im Stadtgebiet unterwegs - ohne Karten-Kontrolleure.

„Wer das kostbare Naß verschwendet, wird bestraft”, war in der HA am 5. Juli zu lesen. Die Sommerhitze ließ die Wasservorräte Kassels schrumpfen. Oberbürgermeister Branner verkündete den Wassernotstand. Elf Wasserwagen der Städtischen Werke samt Besatzung sowie zwei Tankfahrzeuge des Reinigungsamtes mußten allerdings zunächst nicht eingesetzt werden. Es gelang den Fachleuten, Wasser von Hochbehälter zu Hochbehälter umzuleiten, so daß alle Stadtteile versorgt werden konnten.Uneinsichtigen Bürgern, die das kostbare Naß trotz des Verbotes in welcher Art auch immer verschwendeten, drohten Strafen zwischen 200 und 500 Mark.

In den Freibädern wurden die Duschen abgestellt. Ziergärten durften nicht mehr bewässert werden. Nach einigen Tagen entspannte sich die Lage an der Wasserfront - nicht zuletzt, weil die Bürger sparsam waren.Der erhoffte Aufwind blieb 1973 auf dem Flugplatz Kassel Calden aus. Gleich mehrere Fluggesellschaften zogen sich aus dem Linienflugangebot zurück beziehungsweise machten Pleite. Die Gesellschaft „General Air” beispielsweise stellte im Juni die Flüge nach Köln/Düsseldorf und Frankfurt ein. Das Charterflugunternehmen Nora Air Services (NAS) ging Anfang des Jahres in Konkurs. Bürgermeister Branner versuchte in den folgenden Monaten immer wieder neue Unternehmen nach Calden zu locken, größtenteils ohne Erfolg.

Kurz vorm Jahreswechsel, genau am 28. Dezember, schloß die Kasseler Flughafen GmbH einen sogenannten Betriebsbetreuungsvertrag mit der Flughafen AG Frankfurt. Damit sollte ab 1974 Rhein-Main die Geschicke Caldens in seine Hände nehmen. Bürgermeister Branner sagte etwas wehmütig, daß die Stadt den Flugplatz mit großer Hoffnung in Betrieb genommen habe „und sich von diesem Flugplatz wesentliche Impulse für die Entwicklung der gesamten Region versprach”.

Branner bedankte sich laut HA vom 29. Dezember bei Ministerpräsident Osswald, der der Stadt manche Last abgenommen habe. Unter anderem konnten die Kasseler zehn Millionen Mark Schulden ausgleichen, die sie für den Ausbau des Flugplatzes aufgenommen hatten. Das Geld kam zunächst einmal als zinsloses Darlehen aus Wiesbaden.

Zugunglück: 13 Tote

Der Schock fuhr den Nordhessen in die Glieder, als am 5. November 13 Menschen bei einem Zugunglück vor den Toren Kassels starben. Um 14.29 Uhr war der DC 973 „Ederland” trotz einer Zwangsbremsung in den am Bahnhof Guntershausen stehenden Interzonenzug D 453 gerutscht. Der letzte Waggon des haltenden Zuges wurde auf eine Länge von drei bis vier Metern zusammengequetscht. 25 Reisende wurden bei dem Unglück schwer, etwa 40 leicht verletzt.

An diesem Tag rutschten zwischen Guntershausen und Rengershausen insgesamt fünf Züge über einen ungewöhnlich langen Abschnitt wie auf Schlittenkufen über die Gleise. Frisches Laub, Nässe und Schmutz hatten nach Meinung der Experten für einen Schmierfilm gesorgt.Hilfskräfte von Feuerwehr, DRK und ASB, Polizei, Grenzschutz, des Zivilen Bevölkerungsschutzes sowie zahlreiche Ärzte waren auch die ganze Nacht hindurch mit der Bergung der Toten und Verletzten beschäftigt.

Fernmeldeturm: Schnee zum Richtfest

Hessens größter Fernmeldeturm wuchs im Jahr 1973 aus dem Wald am Essigberg empor. 209 Meter Höhe sollte er schließlich bei seiner Fertigstellung erreichen und weit aus dem Umland Kassels sichtbar werden.

Bei Schneetreiben und frostigen Temperaturen feierte man am 28. November Richtfest. Die dann erst 163,5 Meter hohe Spitze verschwand an diesem trüben Tag im Nebel. Ein Sprecher der Forstverwaltung nannte das Bauwerk im Habichtswald „Herkules der Neuzeit”.

Von einer weiteren Großbaustelle im Stadtgebiet sollten in diesem Jahr die Studenten profitieren. In Oberzwehren entstand der zweite Komplex des Aufbau- und Verfügungszentrums (AVZ) für rund 42 Millionen Mark. Zufrieden waren allerdings viele Studenten mit dem neuen Raumangebot nicht. Gemessen an der Zahl der Studenten biete es zu wenig Platz. Mit dem Einzug in das neue Gebäude am 1. November protestierten sie gegen Raum-, Personal-, und Arbeitsverhältnisse an der Gesamthochschule.

Gebaut wurde 1973 auch im Auestadion. Eine Kunststoffbahn sollte von nun an schnellere Zeiten für die Leichtathleten bringen.

Rühmann landete in Calden

Heinz Rühmann kam am 17. August nicht als „Quax der Bruchpilot” nach Kassel. Sauber setzte der 72jährige seine Sportmaschine auf dem Flugplatz Calden auf. Der Schauspieler kam aus München zur Premiere seiner Filmkomödie „Oh Jonathan, oh Jonathan”, mit der das frisch renovierte Kaskade-Filmtheater eingeweiht wurde. Unser Foto zeigt Rühmann bei einer Fachsimpelei mit Stadtrat Dr. Herbert Michaelis.(sok/Archivfoto: Seringhaus)

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