1967

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Sonstige

Wohnblocks haben Hochkonjunktur

Überall in der Stadt wird gebaut. Eine der größten Baustellen ist die Brückenhofsiedlung zwischen Oberzwehren und Nordshausen, in die 1967 die ersten Mieter einziehen.

Das Wirtschaftswunder hinterläßt auch in Kassel seine Spuren. In der Stadt bestimmen Baukräne das Bild, der Wohnungsbau boomt. Seit 1960 sind hier fast 20 000 neue Wohnungen entstanden, die meisten 1967. Im Mai dieses Jahres werden in Kassel insgesamt 79 871 Wohnungen gezählt. Das bedeutetet, daß bei einer Einwohnerzahl von 213 000 im Schnitt jede Wohnung mit 2,7 Personen belegt ist.

960 Wohnungen

Eine der größten Baustellen liegt zwischen Nordshausen und Oberzwehren, wo die Brückenhofsiedlung heranwächst. Hier sollen im ersten Bauabschnitt 960 Wohnungen in Fertigbauweise aus dem Boden gestampft werden. Anfang 1967 stehen im Brückenhof bereits 232 Wohnungen, im Laufe des Jahres sollen 496 weitere in Angriff genommen werden. Rund 40 Millionen Mark werden bis zum Jahresende von der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsbaugesellschaft (GEWOBAG), der späteren „Neue Heimat Kassel”, in dem neuen Wohnquartier investiert

Verzögerungen

Eigentlich sollten die ersten Mieter bereits im November 1966 in die moderne Wohnstadt einziehen. Doch daraus wurde nichts. Die 232 Wohnungen, die im Prinzip bezugsfertig waren, blieben kalt. Denn der Bau des zentralen Heizwerks, das die Wohnblocks in der Brückenhofsiedlung mit Wärme und fließendem Wasser versorgen soll, verzögerte sich. Der Grund: Man konnte sich nicht rechtzeitig über den Betreiber einigen. Schließlich bekamen die Städtischen Werke nach einigem Hin und Her den Auftrag.

Die erwartungsvollen Mieter mußten ihre Umzugspläne auf Juni 1967 vertagen. Viele Familien hatten ihre alten Mietverträge aber bereits gekündigt und mußten nun die Gerichte bemühen, um nicht auf der Straße zu stehen.

Die Wohnungsnot in der Stadt ist immer noch groß. Davon betroffen sind vor allem kinderreiche Familien. 502 Familien leben in städtischen Notunterkünften, meist Baracken, 132 ehemalige Obdachlose in angemieteten Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaften. Insgesamt werden 2600 Menschen von der städtischen Obdachlosenfürsorge betreut.

Barackenlager

Die Stadt bemüht sich, ihnen zu helfen. Die nach dem Zweiten Weltkrieg im zerbombten Kassel aus dem Boden geschossenen Barackenlager werden nach und nach beseitigt. „Kassel bemüht sich, die letzten Zeugen einer entsagungsreichen Vergangenheit zu tilgen”, heißt es in den Hessischen Nachrichten. Mitte Januar wird die letzte von drei Baracken in der Kurhausstraße abgerissen, im April werden zwei Notunterkünfte in der Eichwaldstraße beseitigt. Bis zum Ende des Jahres soll das dortige Barackenlager vollständig geräumt sein.

Etliche Familien werden indes wohnungslos, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können. Allein in den ersten sechs Wochen des Jahres werden 28 Räumtermine angesetzt, bei 21 sind Mietschulden der Grund. Immer mehr Familien sind auf Wohngeld angewiesen. Rund 11 000 Anträge gehen 1967 bei der Stadtverwaltung ein, gezahlt wird die Mietbeihilfe aber nur an 5000 Familien.

Die Wohnungspreise beherrschen die Schlagzeilen, der Landesverband der hessischen Mietervereine spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung. Es müsse noch mehr und vor allem preiswerter gebaut werden, heißt es. Reichlich Spielraum wird ferner in den hohen Bodenpreisen gesehen.

Für die neuerbauten Kasseler Sozialwohnungen werden 2,80 bis 3 DM pro Quadratmeter verlangt, in den älteren Sozialwohnungen rund 1,50 DM.

Nicht so schnell voran wie der öffentliche Wohnungsbau kam die Stadt mit dem Hallenbad Mitte, das nach zwölfjähriger Planungs- und Bauzeit am 20. Juni eingeweiht wird. Einem schwülheißen Tag, an dem die Gäste am Beckenrand schwitzen.

Oberbürgermeister Karl Branner münzt den langen Vorlauf in seiner Festansprache zum Vorteil um. Die langwierige Vorbereitung habe dazu beigetragen, daß das zweite Kasseler Hallenbad nun „nicht nur das neueste, sondern eines der modernsten in der Bundesrepublik” geworden sei.

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