1958

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Ereignisse

Januar

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Februar

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März

  • 1958: Der Protest gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr formiert sich auch in Kassel. Die Hälfte der rund 10000 Beschäftigten der Henschel-Werke demonstrieren in der Innenstadt gegen den entsprechenden Bundestags-Beschluss.

April

Handballerinnen Tuspo Wilhelmshöhe 1883
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Mai

  • Handballerinnen der Tuspo Wilhelmshöhe 1883

Bezirksmeisterschaft 1958 in der Kurhessenhalle

  • Foto: Baron
  • Foto
  • Hinten: Margret Liebert, Ilse Thöne, Luise Ammer
  • Mitte: Ingrid Egbers, Ute Hochhuth, "Mörchen"Rybka, Inge Haase
  • Vorn: Elfriede Ledderhose, Gerda Zinke, Karin Jacob

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Juni

  • 1. Juni: Für die evangelischen Gemeinden in Kassel ist der Trinitatissonntag ein besonderer Festtag. Der Wiederaufbau von Kassels größter Kirche, der Martinskirche ist abgeschlossen und mit einem Festgottesdienst wird das Gotteshaus eingeweiht.

Juli

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August

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September

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Oktober

  • 12. Oktober: Das Homberger Wahrzeichen - der Burgturm - wird eingeweiht. Der wuchtige Turm im Stil alter Bergfriede gehört nicht zum historischen Bestand der Hohenburg.

November

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Dezember

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Sonstige

Bauboom in autogerechter Stadt

Staffellauf Wilhelmshöhe Kassel, 1958, vor dem Rathaus
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Wirtschaftswunder auch in Kassel: Das Jahr 1958 bringt einen Beschäftigungsrekord und einen Tiefstand bei den Arbeitslosen. Der Wiederaufbau geht weiter voran - die Einweihung der Martinskirche ist ein sichtbares Zeichen dafür.

Für die evangelischen Gemeinden in der Stadt wird der Trinitatissonntag am 1. Juni diesmal zu einem besonderen Festtag. Über den sonnenbeschienenen Martinsplatz bewegt sich ein feierlicher Zug von Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Die Männer und Frauen bringen während des Krieges gerettete, wertvolle Tauf- und Abendmahlgeräte und die Altarbibel wieder zurück in die Martinskirche. 15 Jahre lang haben sie auf diesen Augenblick warten müssen. Nun ist der Wiederaufbau von Kassels größter Kirche abgeschlossen. Mit einem Festgottesdienst wird das Gotteshaus wieder eingeweiht.

Weit über 1400 Menschen drängen sich in Haupt- und Chorkirche, und Tausende verfolgen zu Hause am Radio die Rundfunkübertragung des feierlichen Geschehens, das die Hessischen Nachrichten am nächsten Tag als "Markstein auf dem trümmerreichen Wege stetigen Wiederaufbaues Kassels" würdigen. Vier Jahre hat der Wiederaufbau des Martinsdoms gedauert, der in der Bombennacht vom 22. Oktober 1943 zerstört worden war. Die Trennung von Chor und Kirchenschiff durch eine hohe Glaswand und die doppelte Ausstattung mit Altar und Kanzel sorgt für zwei getrennt nutzbare Kirchen im Innenraum und gilt als einmalige Lösung im deutschen Kirchenbau.

In der Stadt mit inzwischen 200 000 Einwohnern herrscht ein imposanter Bauboom. Allerorten werden die Wunden, die der Krieg in die Bebauung gerissen hat, geschlossen.

Das neue Polizei-Verwaltungsgebäude am Altmarkt geht am 11. Juni in Betrieb und gilt den Hessischen Nachrichten als "eine Visitenkarte der neuen Stadt" an Kassels modernem Verkehrskreuz. Das Staatstheater rüstet sich für die letzte Saison auf der Behelfsbühne. Am Friedrichsplatz entsteht der neue Theaterbau. Im Oktober wird Richtfest gefeiert, Mitte 1959 soll das neue Staatstheater fertiggestellt sein.

"Zeit der großen Bauten noch nicht vorbei", meldet die Kasseler Zeitung am 24. Mai. In der Innenstadt entstehen Geschäftshäuser und Kinos, überall in der Stadt werden neue Wohnhäuser und Büros gebaut. Am Ständeplatz wird die Massey-Ferguson-Hauptverwaltung fertiggestellt, an der Friedrich-Ebert-Straße das große Geschäfts- und Bürohaus der Agrippina-Versicherung.

Oberbürgermeister Dr. Lauritz Lauritzen und Kassels Stadtbaurat Dr. Wolfgang Bangert fahren von einer Gebäudeeinweihung zur nächsten. Als letzter Abschnitt der wiederaufgebauten Fasanenhofschule wird die neue Aula am 21. Mai an die Schulgemeinde übergeben, die neue Schule in der Gartenstadt Eichwald am 22. Mai eingeweiht.

Im Juni feiert die "Gewobag" das größte Richtfest des sozialen Wohnungsbaus in Nordhessen. Der Richtkranz schwebt über insgesamt 1055 Wohnungen überall in der Stadt. Inzwischen gibt es in Kassel wieder rund 61 000 Wohnungen. Aber noch immer sind annähernd 27 000 Menschen als wohnungssuchend gemeldet; 1000 von ihnen gelten als "Notfälle", die dringend eine Bleibe brauchen. Zur Linderung der Wohnungsnot vergibt die Stadt Darlehen in Millionenhöhe und verschafft Bauherren Bürgschaften.

Nahe der Neuen Mühle am Rande des Stadtteils Niederzwehren wird am neuen Großkraftwerk Dennhäuser Straße gebaut, das schon in den ersten Monaten des Jahres 1959 die Stromversorgung der wachsenden Stadt sichern soll. Die Städtischen Werke starten außerdem mit dem Bau eines zweiten Hallenbades in zentraler Lage am Lutherplatz. An der Schillerstraße entsteht die Gewerbliche Berufsschule, an der Bürgermeister-Brunner-Straße / Ecke Richardweg ist das repräsentative Siemens-Haus im Rohbau fertiggestellt.

Das besondere Augenmerk der Planer gilt dem Ausbau der autogerechten Stadt. Die Motorisierung schreitet voran. In Zeitungsanzeigen wird für das Gogomobil Coupe´ zum Preis ab 3500 DM geworben, auch NSU Prinz und BMW Isetta stehen hoch im Kurs. Die Kasseler Volksbank eröffnet an der Rückseite ihres neuen Gebäudes zwischen Rudolf-Schwander- und Schomburgstraße im Mai Hessens ersten Autoschalter, an dem Autofahrer ihre Geldgeschäfte erledigen können, ohne aus dem Fahrzeug steigen zu müssen. Über 20 000 Fahrzeuge sind zur Jahresmitte in der Stadt registriert. Bis Ende Juni müssen alle Autobesitzer die alten, schwarzen Nummernschilder zurückgeben und ihre Automobile mit den neuen, weißen "KS"-Kennzeichen ausrüsten.

Der große Kreisel in Bettenhausen gilt als das neue verkehrstechnische Prunkstück. Der größte Verkehrs-Kreisel der Stadt ist beispielhaft für das Bemühen, den stark zugenommenen Autoverkehr besser zu bewältigen und mehr für die Sicherheit der Fußgänger zu tun – sie werden durch einen Tunnel unter dem "Platz der Deutschen Einheit" geschickt. Auch anderorts müssen die Menschen vor den Automobilen in den Untergrund weichen.

Der Protest gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr formiert sich auch in Kassel. Am 26. März demonstriert die Hälfte der rund 10 000 Beschäftigten der Henschel-Werke in der Innenstadt gegen den Bundestags-Beschluß. Im Juni beauftragt die Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen der SPD-Fraktion den Magistrat, allen Plänen zur Stationierung oder Lagerung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Stadt entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen. "Wir warnen jetzt wieder", sagt Holger Börner zur Begründung des Widerstandes gegen die Atom-Aufrüstung, "denn wir wollen nicht, daß unser Volk noch einmal einen bitteren Weg bis zum Ende gehen muß." Im Juli versammeln sich mehrere tausend Menschen auf dem Marställer Platz, um erneut gegen die Atom-Aufrüstung zu demonstrieren.

Rund um die Märchenmühle

Gruppenbild nach dem Rennen „Rund um die Märchenmühle“ mit (von links) dem Fuldaer Hosfeld, Helmut Schnell, Heinz Buchheister, Albert Goßmann, Werner Wieprecht und Klinge jun.
Historisches Sportfoto: Helmut Schnells Fotoalbum 1949 - 1

Rund um die Märchenmühle entlang der Fulda, hier wurden an 27.Juli 1958 auf einer Rundstrecke von 15 km die deutschen Straßenmeisterschaften im Radsport in Nordhessen ausgetragen.

Sieger 1958 "Rund um die Märchenmühle"

Die deutschen Straßenmeisterschaft im Radsport fand am 27.Juli 1958 in Kassel statt, auf einer 15 km Rundstrecke von Kassel (Ihringshäuser Strasse)-Ihringshausen- Schocketal-Fuldatalstrasse-Wolfsangerstrasse-Ostring-Ihringshäuser Strasse statt (Rund um die Märchenmühle).

  • Sieger der DM war Friedhelm Fischerkeller († 28.01.2008) aus Köln (180 km in 4:58:30 Std) vor Franz Farr (Frankfurt) und Klaus Nadler (Junkersdorf/Köln).
  • (Quelle : Wolfgang Schoppe Radsport Archiv Leipzig 18.11.2010) Sächsischer Radfahrer-Bund e. V.

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