1953

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  • 1. Mai: Der damalige Bundespräsident Theodor Heuss besucht die Stadt Kassel. Heuss lobt die "heitere, gelöste Atmosphäre" in der Stadt und den Stand des Wiederaufbaus, und die Kasseler zeigen sich nach einem Zeitungsbericht sehr angetan von ihrem Präsidenten.

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Stolz auf Stadion und Treppenstraße

Auestadion HEUTE mit Flutlichtanlage seit April 2008
(Foto: G.Pöpperl)
Nachrichten 2009 KSV Hessen

20 000 Sportfans feierten im August die Einweihung des Aue-Stadions, im November wurde die Treppenstraße zum Bummeln freigegeben. Stolz waren die Kasseler auch auf ihr erstes Hochhaus.

20 000 Menschen pilgerten am Sonntag, dem 23. August, ins neue Kasseler Aue-Stadion zur Eröffnungsfeier. Überall wehten bunte Fahnen, die Tribüne mit ihren 2000 Sitzplätzen war bis auf den letzten Platz besetzt. Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn sprach die Eröffnungsworte und äußerte den Wunsch, "daß Demokratie und Sport ein einiges, starkes Bollwerk für die Freiheit bilden". Für den weiteren Ausbau des Stadions hatte er einen Scheck der Landesregierung über 100 000 DM mitgebracht.

Von "einer ereignisreichen Stunde im Kasseler Sportleben" sprach Oberbürgermeister Willi Seidel. Neue Sportplätze zu bauen, sei das größte Verdienst einer Stadtverwaltung, denn es seien Werke der Lebensbejahung, sagte Stadtrat Hans Nitsche, der den Bau des Stadions initiiert hatte. 300 000 DM aus Totomitteln waren für den Bau zur Verfügung gestellt worden, viele Tonnen Trümmerschutt aus der Altstadt fanden Verwendung. Die geplanten beheizbaren Umkleide-, Wasch- und Duschräume unter der Tribüne mußten wegen Geldknappheit auf einen späteren Bauabschnitt verschoben werden.

Die Sportfans waren dennoch begeistert von der neuen Wettkampfstätte, die nicht nur 2000 Zuschauern auf einer überdachten Tribüne Platz bot, sondern mit ihren Rasenflächen, der 400 Meter langen Aschenbahn und den Sprunggruben internationalen Anforderungen entsprach. Fachleute aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz kamen zur Besichtigung und zeigten sich beeindruckt von dem Bau.

Alle, die anläßlich der Stadion-Einweihung mit den ersten Oberliga-Punkten für den gerade aufgestiegenen KSV gerechnet hatten, wurden allerdings enttäuscht. Die Aschaffenburger revanchierten sich für die 1:7 Pokalniederlage und schlugen die Hessen mit 2:1. "Wo blieb der kämpferische Elan?", fragte der Berichterstatter der Hessischen Nachrichten angesichts der schwachen Leistung der heimischen Elf. Der Ball war zuvor von amerikanischen Offizieren aus einem Flieger mitten ins Stadion abgeworfen worden.

"Mit dieser Treppenstraße hat sich, so glaube ich, die Stadt Kassel ein bleibendes Denkmal gesetzt und bewiesen, daß sie auch in städtebaulicher Hinsicht jedem Fortschritt zugetan ist", lobte Oberbürgermeister Willi Seidel, bevor er das weiße Band zerschnitt und die erste Kasseler Fußgängerzone zum Bummeln freigab. 200 000 DM waren in knapp sechs Monaten verbaut worden, um die 104 Stufen und die Bahnen für Kinderwagen anzulegen.

Von einer "wahrhaft idealen Verbindung der Kasseler Innenstadt mit der Welt", schwärmte Stadtbaurat Dr. Bangert angesichts der Verbindung zwischen Hauptbahnhof und City. Auch unter Kasseler Geschäftsleuten galt die Treppenstraße als gute Adresse. Das erste Geschäftshaus wurde kurz nach Fertigstellung der Straße eröffnet, CVJM, EAM und Handwerkskammer planten, sich hier niederzulassen.

Auch das erste Hochhaus in Kassel wurde 1953 fertiggestellt. Arnold Bode, Architekt und Initiator der documenta hatte den Bau an der Sophienstraße entworfen, von dem die Hessischen Nachrichten anläßlich der Übergabe an die Mieter im März 1953 schrieben: "Mit dem Bau ist nicht nur eine dringende Bedarfsfrage gelöst worden, er wird auch als ein Wahrzeichen des fortschrittlichen Aufbauwillens der Stadt Kassel weit in die Umgebung grüßen und auf einem der schönsten Hänge des Wohngebietes entscheidend die Silhouette des westlichen Stadtbildes bestimmen." 50 Wohnungen hatte die Gewobag (Gemeinnützige Wohnungsbau Gesellschaft) hier erstellt, mit "Domotherm"-Warmluftheizung, Müllschlucker, öffentlichem Fernsprecher im Haus, Aufzug und Kantine im Dachrestaurant galt der zehngeschossige Bau als sehr modern.

Bundespräsident Heuss bezauberte durch Charme und Humor

Mucksmäuschenstill, so berichten die Hessischen Nachrichten am 2. Mai 1953, verhielten sich Hunderte von Kasselern, die sich schon am frühen Morgen des 1. Mai auf dem Kasseler Hauptbahnhof eingefunden hatten. "Es hatte ganz den Anschein, als wage es niemand, unseren Bundespräsidenten bei der morgendlichen Toilette in seinem Salonwagen zu stören, der bereits gegen 5.45 Uhr auf Bahnsteig 12 eingefahren war." Gegen acht Uhr war es dann allerdings vorbei mit der Rücksicht, das Musikkorps des Bundesgrenzschutzes schmetterte den "Wach-auf-Chor" aus den Meistersingern zur Begrüßung des hohen Gastes.

Die offiziellen Vertreter der Stadt, mit Oberbürgermeister Willi Seidel an der Spitze, eilten zum Empfang herbei, und das Besuchsprogramm mit Empfang im Rathaus, Gang durch den Bergpark, Besuch der Henschelwerke und Maikundgebung konnte beginnen.

Tausende von Kasselern nahmen die Gelegenheit wahr, das Staatsoberhaupt aus der Nähe zu erleben. Heuss lobte die "heitere, gelöste Atmosphäre" in der Stadt und den Stand des Wiederaufbaus, und die Kasseler zeigten sich sehr angetan von ihrem Präsidenten.

"Theodor Heuss bezauberte alle durch Charme und schwäbischen Humor", vermerkten die Hessischen Nachrichten.

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