1902

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
| 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert | ► Portal: Geschichte

◄◄ | | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | | ►►


Ereignisse

Januar

  • noch kein Eintrag

Februar

  • noch kein Eintrag

März

April

  • noch kein Eintrag

Mai

  • noch kein Eintrag

Juni

  • noch kein Eintrag

Juli

  • noch kein Eintrag

August

  • noch kein Eintrag

September

  • noch kein Eintrag

Oktober

  • noch kein Eintrag

November

  • noch kein Eintrag

Dezember

  • noch kein Eintrag

Sonstige

Der Siegeszug des Telefons beginnt

Was heute für uns selbstverständlich ist, war um die Jahrhundertwende noch eine Rarität: Von den seinerzeit über 100 000 Einwohnern Kassels im Jahre 1902 hatten gerade mal 2000 einen Telefonanschluß.

Es gibt zahlreiche Beispiele für den technischen Fortschritt seit der Jahrhundertwende. Beim Telefon und der Fernsprechvermittlung wird die rasante Entwicklung besonders deutlich. Im Jahre 1902 gab es genau 2000 Fernsprechanschlüsse in Kassel. Die meisten der gut 100000 Stadtbewohner kamen recht gut ohne diese noch sehr junge Technik aus.

Die zentrale Schaltstelle war damals das "Telegraphenamt Cassel" am Königsplatz, ein stattliches Gebäude auf dem heutigen Areal vom City-Point. Für die Vermittlung der Gespräche war das "Fräulein vom Amt" zuständig. Die ersten Kasseler Beamtinnen in der Männerdomäne Post arbeiteten im Telegraphenamt.

Diese Entwicklung gab es in ganz Deutschland, die Beweggründe dafür formulierte damals ein Unterstaatssekretär namens Fischer im Reichstag: "Weil durch die höhere Stimmlage des weiblichen Organs die Schallwellen leichter verständlich sind, und sodann, weil der Teilnehmer friedlich wird, wenn ihm aus dem Telefon eine Frauenstimme entgegentönt." Geduldig und freundlich, so sollte das "Fräulein vom Amt" sein. In den Anfangsjahren wurde von ihnen erwartet, daß sie die Namen der zunächst rund 500 Kasseler Teilnehmer mit Firmenbezeichnung auswendig wußten.

Für Geschäftsleute war die Erfindung des deutschen Physikers Philipp Reis (1861) besonders interessant. Mit dem Fernsprecher konnte man viele Wege und damit Zeit sparen. Die ersten Telefonverbindungen gab es in Kassel bereits 1885, der Siegeszug der neuen Technik kam aber erst mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts in Schwung. Die wenigsten Kasseler führten damals echte Ferngespräche. Eine der ersten weiteren Verbindungen war die nach Berlin (1897). Rund 10000 Ortsgesprächen im Jahr 1902 standen 200 Ferngespräche gegenüber. Die Gebühren dafür richteten sich nach der Gesprächsdauer. Das gängige Zeitmeßgerät war die nicht sonderlich genaue, aber sehr robuste Sanduhr.

Unabhängig von den Kosten wurde das Telefon nicht nur für den Austausch von Informationen im Telegrammstil benutzt, auch unsere Vorfahren plauderten offenbar schon gern über größere Entfernungen. Das macht eine Notiz aus der Zeitung deutlich: "Im gegenseitigen Interesse sämtlicher Betheiligten ist die Zeit der Benutzung jeder einzelnen der verlangten Verbindungen möglichst abzukürzen."

Immer wieder gab es Störungen, die Leitungen waren oft überlastet. Die Lage entspannte sich am Abend. Nach 21 Uhr wurden in Kassel keine Gespräche mehr vermittelt. Das lag nicht etwa an der unzureichenden personellen oder technischen Ausstattung. Die Kasseler Post kam mit dieser Regelung einem Wunsch ihrer Kunden entgegen. Die wollten abends und nachts nicht durch Telefonanrufe gestört werden.


Eine Pädagogin mit vielen Verdiensten

1902 ist das Gründungsjahr des Verbandes Casseler Frauenvereine. Maßgeblich daran beteiligt war die vielseitig engagierte Lehrerin und Frauenrechtlerin Auguste Förster. Zu den Einrichtungen, die sie auf den Weg gebracht hat, gehörte sowohl die Elisabeth-Knipping-Schule, als auch der erste Kinderhort der Stadt. Die Lehrerin gilt als Begründerin der sogenannten "Koedukation" - Jungen und Mädchen wurden erstmals gemeinsam erzogen.

Kasseler Bürger unterstützten die ideenreiche Frau in ihren Projekten und sammelten Anfang des Jahrhunderts Geld zur Errichtung des Auguste-Förster-Hauses, einem Kinderheim und einer sozialpädagogischen Fachschule an der Mombachstraße. Nach der verdienstvollen Pädagogin wurden in Kassel auf der Marbachshöhe und in Niestetal Straßen benannt.


Geboren

Januar

  • noch kein Eintrag

Februar

  • noch kein Eintrag

März

  • noch kein Eintrag

April

  • noch kein Eintrag

Mai

  • noch kein Eintrag

Juni

  • noch kein Eintrag

Juli

  • noch kein Eintrag

August

  • noch kein Eintrag

September

  • noch kein Eintrag

Oktober

  • noch kein Eintrag

November

  • noch kein Eintrag

Dezember

  • noch kein Eintrag

Gestorben

Januar

  • noch kein Eintrag

Februar

  • noch kein Eintrag

März

  • noch kein Eintrag

April

  • noch kein Eintrag

Mai

  • noch kein Eintrag

Juni

  • noch kein Eintrag

Juli

  • noch kein Eintrag

August

  • noch kein Eintrag

September

  • noch kein Eintrag

Oktober

  • noch kein Eintrag

November

  • noch kein Eintrag

Dezember

  • noch kein Eintrag