1901

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  • 1. April: Die Stadt Kassel übernimmt für ihre Einwohner die Müllabfuhr und die Straßenreinigung.

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Sonstige

Erste Versuche mit Müllverbrennung

Bereits um die Jahrhundertwende wurde der Kasseler Müll versuchsweise verbrannt. Im Jahr 1901 ging die Müllabfuhr und die Straßenreinigung in städtische Regie über.

Jeder soll vor seiner eigenen Haustür kehren. Diese Devise galt in Kassel bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ganz wörtlich. Die Menschen in der Stadt hielten das Pflaster vor ihrer Haustür selbst sauber, der Müll wurde in Gruben auf dem eigenen Grundstück oder Halden in der näheren Umgebung geschüttet. Am 1. April 1901 war es damit vorbei. Die Stadt übernahm die Müllabfuhr und Straßenreinigung. Das war die Geburtsstunde der Kasseler Stadtreiniger, die im Jahr 2001 ihr 100-jähriges Bestehen feiern.

Die Anfänge waren aus heutiger Sicht bescheiden. Einen eigenen Fuhrpark hatte die Stadt noch nicht, man setzte bis zum Jahr 1906 auf die Pferdestärken der Firma "Broeckelmann sen. & Grund". So ratterte die städtische Müllabfuhr und Straßenreinigung mit Pferdefuhrwerken durch die Gassen und Straßen der Stadt. Bis zu 75 Pferde waren in späteren Jahren für die Stadtreinigung im Einsatz. Erst 1953 machte die zunehmende Motorisierung die Vierbeiner überflüssig. "Biene" und "Felix" hießen die letzten beiden Pferde in den Diensten des Reinigungsamtes.

Für die Knochenarbeit Müllabfuhr wurden 1901 Männer gesucht, die "gute Gesundheit, Nüchternheit und ein einwandfreies Vorleben" vorzuweisen hatten. Aus dem Bericht der Verwaltung für das Jahr 1901 geht auch hervor, daß damals auf Kosten der Stadt Kaffee an die Arbeiter ausgeschenkt wurde, um dem "Alkoholgenuß entgegen zu arbeiten". Mehr oder weniger nüchtern holten die Müllmänner Asche, Kehricht, Haus- und Küchenabfälle ab. Anfangs wurden die Abfälle auf sogenannte Abschüttplätze gekippt und mit Erde überdeckt. Erst später gab es für die einzelnen Stadtteile Mülldeponien, zum Beispiel am Rand der Dönche, am Fackelteich und auf dem heutigen Gelände der Buchenau-Kampfbahn.

Schon zur Jahrhundertwende machte aber auch eine damals noch neue Technik von sich reden. In Hamburg war seit 1896 die erste deutsche Müllverbrennungsanstalt in Betrieb. Nach einer Cholera-Epidemie in der Hansestadt wollten die umliegenden Gemeinden den Abfall aus Hamburg nicht mehr annehmen. So entstanden aus der Not heraus 36 Öfen, die den Hausmüll von rund einer halben Million Einwohnern verbrannten.

In der Anlage im Hamburger Stadtteil Hammerbrook wurde kurzzeitig auch Kasseler Müll verbrannt. Die Stadtverwaltung prüfte diese Technik ernsthaft als Alternative zur Deponierung. Mit dem Ergebnis des Versuchs war man durchaus zufrieden. Genau 30.378 Kilogramm "Unrath" seien innerhalb von 18 Stunden in sechs Öfen verbrannt worden, heißt es in einem zeitgenössischen Bericht über den Versuch. Die "Errichtung einer eigenen Verbrennungsanstalt" wurde in Aussicht gestellt.

Warum aus diesen Plänen nichts wurde, geht aus den Chroniken nicht eindeutig hervor. Möglicherweise hatte man von den Protesten des Bürgervereins Hammerbrook gehört, der eine "Verschlechterung der Luft" befürchtete. Wahrscheinlich scheuten die Kasseler Stadtväter aber vor den Kosten einer Müllverbrennungsanlage zurück. Noch gab es ja im Stadtgebiet Deponieflächen. Fest steht jedenfalls, daß bis zur Umsetzung der Idee noch über sechs Jahrzehnte vergehen sollten. Erst 1968 ging die Müllverbrennungsanlage in Betrieb.

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  • 19. September: Adolph Gotthelft, Kasseler Druckereibesitzer und Zeitungsverleger

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