1849

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  • Original der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 ausgestellt

Äußerlich ist sie eher unscheinbar, aber ihr Inneres enthält in Schriftform gefaßte Brisanz, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts den deutschen König und seine Fürsten zu heftigsten Gegen-Reaktionen brachte: Die Frankfurter Reichsverfassung, die in der Originalschrift von 1849 auf 26 Blättern demokratische Grundrechte und Menschenrechte in 197 Paragraphen faßte. Die nach ihrem Entstehungsort in Frankfurt auch Paulskirchenverfassung genannte Schrift kann in der Handschriftenausstellung der Kasseler Universitätsbibliothek besichtigt werden. Das Kasseler Exemplar des Originaldrucks mit den Gesetzestexten und der 207 Unterschriften umfassenden Liste der Abgeordneten der Paulskirchenversammlung ist eine der beiden noch existierenden Originale jener für Deutschland erarbeiteten Verfassung, die in der Reihe der großen Verfassungen Englands, Amerikas und Frankreichs den Vergleich nicht scheuen muß. Die zweite der ursprünglich drei kostbaren Schriften liegt in Berliner Museum für Deutsche Geschichte, wohin sie nach dem Krieg gelangte. Obwohl schon als verschollen geglaubt, wurde das Berliner Dokument 1951 zufällig unter Trümmern in Potsdam gefunden, stark angegriffen von Wasser und Witterung. Das dritte Exemplar des Originaldrucks des Gesetzestextes wurde nach der Verabschiedung in Frankfurt dem preußischen König Friedrich Wilhelm dem Vierten nach Berlin zugestellt, der diese Form der Rechtsauffassung ablehnte und zurückwies und vermutlich deshalb nicht besonders pfleglich mit dem Dokument umging: Es ist verschollen. Ein deutlicher Ausdruck für die reaktionäre Gangart des Königs. Im weiteren Verlauf bewiesen die Könige und Landesfürsten der deutschen Staaten, daß ihnen die in Frankfurt erstellte Verfassung kaum das Papier wert war, auf das sie gedruckt wurde. Die Reaktion war in vollem Gange, bekämpfte gewaltsam das, was zuvor durch das liberale Bürgertum erstritten worden war - frei nach dem Motto "Räsonieren dürfen sie, aber gehorchen müssen sie". Nicht nur in regionalen Aufständen, sondern vor allem durch die zentral neu geschaffene Verfassung wollte man sich Gehör und Basis verschaffen. Im Bewußtsein einer legitimem Vertretung der Bürger brachte das Parlament zu Papier, was im Zeichen der Revolution gefordert wurde: Das Bedürfnis nach einem liberalen Staatswesen, die Schaffung eines einheitlichen Nationalstaates und die Abschaffung des Feudalismus, der Monarchie von "Gottes Gnaden".

So wurden in der Verfassung erstmals die Grundrechte wie Presse- oder Versammlungsfreiheit festgelegt. Sie sollten die Grundlage eines neuen Staatsgefüges bilden und manifestieren eindrucksvoll das frühe Verständnis für ein demokratisches Staatswesen. Die vielzitierten Vergleiche mit dem heutigen Grundgesetz unterstreichen die bürgerlich-demokratische Aussage des Dokuments.

Pfleglich hingegen ging man in Kassel mit dem Original der Paulskirchenverfassung um. Nicht von ungefähr, war es doch in sach- und fachkundiger Hand. Der Kasseler Bibliothekar Karl Bernhardi, Mitglied des Paulskirchenparlament, brachte im Juni 1849 die gebundene Verfassung als Geschenk für die kurfürstliche Landesbibliothek nach Kassel. Er ist es auch, der in einem handschriftlichen Vermerk auf den ersten Seiten des Kasseler Exemplars Auskunft über den Verbleib des dritten, heute als verloren geltenden Dokuments gibt. Wenngleich auch der Kurfürst nicht gerade als begeisterter Anhänger demokratischer Anliegen galt - sicher verwahrt in der Bibliothek überstand die Originalschrift die nachfolgenden Unruhen und den Zweiten Weltkrieg unbeschadet.

  • Quelle 17.04.1998 - (idw) Universität Kassel

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