1526

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Ereignisse

Kaiser Karl V. hebt 1526 das fünf Jahre zuvor von ihm erlassene "Wormser Edikt" auf. In diesem war über Martin Luther die Reichsacht ausgesprochen worden. Dies verschaffte den Reichsfürsten die Möglichkeit selbständig zu entscheiden, welcher Glaube in ihrem Herrschaftsbereich gelten sollte. Hierbei galt die Regel, dass der Glaube des Herrschers auch der Glaube seiner Lehnsleute und Untertanen wurde (lat. Cuius regio eius religio).

Landgraf Philipp I. von Hessen hätte nun die Religion für sein Territorium allein festlegen können. Dies tat er jedoch nicht, sondern lud die weltlichen und geistlichen Stände am 5. Oktober 1526 zur "Synode zu Homberg an der Efze" in die Homberger Stadtkirche St. Marien. Er folgte dabei dem biblischen Grundsatz, dass wichtige Entscheidungen zunächst von den "Aposteln und Ältesten" zu diskutieren sind. Die Synode beginnt am 20. Oktober und dauert bis zum 23. Oktober fort.

Die maßgebenden Theologen waren einerseits der aus Fulda stammende streng lutherische Pastor und Hofprediger Pfarrer Adam Kraft, sowie andererseits der aus Straßburg kommende, danach eher Zwingli und den oberdeutschen Reformierten zugewandte Theologe Lambert von Avignon, der wenig später der erste Professor für Theologie in Marburg wurde.

Neben Prälaten, Äbten, Ordens- und Weltgeistlichen nahmen an der Synode zugleich die führenden Adeligen und Edelleute, wie die Ritterschaft sowie Vertreter der Städte teil, so dass zugleich von einem Landtag gesprochen werden kann.

Als Ergebnis der Synode wurde im Dezember 1526 eine neue Kirchenordnung vorgestellt, die aber durch Landgraf Philipp I. nicht durchgesetzt wurde, wohl aber - wie bekannt - die Einführung der Reformation in seinem Herrschaftsgebiet und die Säkularisierung der Klöster.

Katastrophen

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Weblinks und Quellen